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Casino
Das Casino als Institution existiert bereits seit mehreren Jahrhunderten. Die ersten bekannten Casinos gab es schon im 14. bzw. 15. Jahrhundert in Belgien. Von dort aus verbreitete sich die Verteilung der Casinos auf ganz Europa, vor allem auch nach Frankreich, Deutschland, die Schweiz und Österreich. Das zu dieser Zeit bekannteste Casino dürfte mit Sicherheit das Casino von Monte Carlo sein, das schon kurz nach seiner Neueröffnung im Jahre 1863 zu einem Synonym für die Verlockungen des Glücksspiel wurde. Dieses Casino dürfte zu seinen Blütezeiten ziemlich genau das verkörpert haben, was man gemeinhin mit einem Casino verbindet: Luxus, Glamour, Entertainment, und natürlich die Aussicht auf einen möglichst hohen Gewinn. Auch in der Literatur findet das Casino häufige Erwähnung, am bekanntesten dürfte wahrscheinlich "Der Spieler" aus dem Jahre 1866 von Dostojewski sein. Dostojewski war augenscheinlich allerdings kein besonders guter Spieler, und deswegen sollte man sich davor hüten, es ihm gleich zu tun! Was einen guten Spieler ausmacht, sind nämlich nicht nur gute Spielbeherrschung und Taktik, sondern auch die richtige Selbsteinschätzung. Das bedeutet, dass man es auch akzeptieren sollte, wenn man im Casino mal einen schlechten Tag erwischt hat und es nicht besonders gut läuft für einen, indem man dann eben die richtige Konsequenz zieht und es für diesen Tag gut sein lässt mit dem Spielen. Wer aber die nötige Selbstbeherrschung mitbringt, wird einen Besuch im Casino mit Sicherheit genießen!
Auch in zahlreichen Filmen ist das Casino immer wieder ein beliebter Schauplatz, so z.B. in "Casino" mit Robert de Niro, "Ocean´s Eleven" mit George Clooney oder auch im neuen James Bond "Casino Royale". Gerade für viele Männer stellt der Platz am Casinotisch wohl so etwas wie eine Idealvorstellung dar: wohlhabend, gut aussehend und mit dem Wissen, am Ende der strahlende Sieger zu sein am Casinotisch zu sitzen - diese Erfahrung möchte so mancher wohl gerne mal gemacht haben. Und mit dem richtigen Wissen und dem passenden Quäntchen Glück ist das alles andere als unmöglich.
Heutzutage ist vor allem Las Vegas bekannt als Stadt des Glücksspiels und der Casinos. Diese Casinos unterscheiden sich jedoch in mancherlei Hinsicht von anderen, vor allem europäischen, Casinos. In den Casinos von Las Vegas wird weniger Wert auf Etikette als vielmehr auf den Eventcharakter des Casinobesuchs gelegt. Die Hauptzielgruppe der Casinos dort sind aus diesen Gründen in erster Linie Touristen, die die berühmte Casinostadt Las Vegas gerne einmal gesehen haben möchten und deren Besuch im Casino eventuell der einzige in ihrem Leben bleiben wird, weil es ihnen eben weniger um das Spielen an sich geht als um die Erfahrung, einmal im berühmten Hotel Mirage im Casino gewesen zu sein.
Die meisten anderen Casinos allerdings setzen eher auf regelmäßige Besucher, die das Casino als solches primär wegen der dort angebotenen Spiele besuchen, und die auch über ein größeres Wissen bezüglich der Spiele und verschiedenen Taktiken verfügen.
Casinos zeichnen sich vor allem (in Europa) dadurch aus, dass sie nur mit staatlicher Konzession betrieben werden dürfen, d.h. sie werden vom Staat überwacht und von den Steuerbehörden kontrolliert. Dies trifft zumindest auf die europäischen Casinos zu. So haben die Besucher der Casinos immer die Gewissheit, ihre Gewinne auch wirklich ausgezahlt zu bekommen und dass in diesem Casino "alles mit rechten Dingen zugeht". Die staatliche Konzession soll auch verhindern, dass die Casinos von unlauteren Eignern betrieben werden, und sich mafiöse Strukturen bilden. Diese Tatsache ist mit Sicherheit auch ein Grund für die Beliebtheit von Casinos. Schließlich möchte man ja den Eindruck haben, dass die Vorgänge im Hintergrund korrekt ablaufen und jeder Spieler die gleichen Chancen hat.
Casinos operieren auf der Basis von mathematischen Rechenoperationen. So soll sichergestellt werden, dass letzten Endes die Bank des Casinos nicht bankrott wird, auch wenn es zu Großgewinnen kommt. Durch diese Rechenoperationen wird also verhindert, dass ständig die Spieler gegen das Casino gewinnen - was aber natürlich nicht heißt, dass sie nie gegen das Casino gewinnen!
Auch heutzutage wird in den meisten europäischen Casinos großen Wert auf ein gepflegtes Äußeres gelegt, und falls man nicht der Kleiderordnung des Casinos entsprechend gekleidet ist, kann einem der Zutritt zum Casino verwehrt bleiben. Oft beziehen sich die Kleidervorschriften auch auf die einzelnen Kleidungsstücke, manchmal reicht es allerdings auch, wenn die Kleidung insgesamt angemessen wirkt. Allerdings sollte man davon ausgehen, dass man in keines der seriösen und altehrwürdigen Casinos hineingelassen wird, wenn man in Jeans und Turnschuhen erscheint.
Diese Kleiderordnung ist für die Casinos deswegen so wichtig, weil die Atmosphäre in einem Casino entscheidend sein kann über den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg des Casinos. Schließlich ist es auch nicht zuletzt das Gefühl, mit Betreten eines Casinos auch gleichzeitig in eine andere, luxuriöse Welt einzutreten, das ebenfalls einen großen Reiz des Casinos ausmachen dürfte. Darüber hinaus ist den Casinos auch daran gelegen, einen seriösen Eindruck zu hinterlassen, und das gelingt unter anderem auch durch die entsprechende Garderobe und das Auftreten der Spieler.
In vielen Casinos, die hauptsächlich auf Touristen als Kunden setzen, wird diese Kleiderordnung aber oft nicht zu streng genommen. In diesen Casinos reicht es aus, wenn man einen gepflegten Gesamteindruck hinterlässt.
Casinos haben auch das Recht, Spieler vom Spielbetrieb auszuschließen. Das passiert vor allem dann, wenn ein Spieler die Hausregeln des Casinos verletzt oder das Personal des Casinos den Eindruck hat, dass diese Person durch das Spielen in wirtschaftliche Nöte geraten könnte, aber auch, wenn der Spieler betrügt oder der Verdacht auf Bandenwirtschaft besteht. Dies kann in extremen Fällen auch zu einem lebenslangen Ausschluss führen.
In den Casinos werden sowohl Automatenspiele (Slots) als auch die klassischen Kartenspiele angeboten wie z.B. die verschieden Pokervarianten (u.a. Caribbean Stud Poker, Let it ride Poker, Pai Gow Poker etc.) und Baccarat. Weitere Casino Klassiker sind natürlich auch Black Jack und Roulette, die wohl jeder kennt (auch wenn er diese Spiele noch nie gespielt hat).
Die Spiele an den Tischen werden von Croupiers geleitet, die eine spezielle Ausbildung im Casino durchlaufen mussten. Der Croupier übernimmt die Rolle des Spielleiters und ist gleichzeitig auch die Autoritätsperson am Casinotisch. Selbstverständlich ist es hier von entscheidender Bedeutung, dass es sich beim Croupier um eine neutrale Person handelt, die unparteiisch ist und lediglich dafür sorgt, dass die Spiele korrekt ablaufen.
Insgesamt kann man sagen, dass es äußerst reizvoll ist, einem Casino einmal einen Besuch abzustatten und in der berühmt berüchtigten Casinoatmosphäre zu spielen und sich dieses Erlebnis für jeden lohnen wird (für den ein oder anderen auch finanziell!), wenn man denn in der Lage ist, einen kühlen Kopf zu bewahren!
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