Bluffen beim Poker
Von Markus, CasinoVerdiener
Die erfolgreichsten Pokerspieler wissen, wann es an der Zeit ist, einen Bluff einzusetzen. Der Bluff beim Poker ist die vielleicht am meisten diskutierte Poker-Strategie, aber sie wird bei Weitem nicht so häufig eingesetzt, wie viele glauben. Wenn Du niemals bluffst, bist Du zu berechenbar und verpasst Chancen, Deine Gewinne zu steigern - und die Häufigkeit Deiner Gewinne wird ebenfalls sinken. Man blufft, wenn man keine Chance hat, den Pot bei einem Showdown zu gewinnen und man sich den Pot holen will, bevor es dazu kommt.
Im Prinzip lässt sich grob errechnen, ob ein Bluff sich lohnen könnte oder nicht. Letztlich musst Du in der Lage sein abzuschätzen, welche Hand dein Gegner in etwa hält - und wieviel er bereit ist zu bezahlen, um den Showdown zu erreichen. Diesen Betrag musst Du mit deinem Bluff deutlich übertreffen.
Entscheidende Faktoren beim Bluffen:
- Art der Gegner
- Anzahl der Gegner
- Dein Image am Tisch
- Deine "Lesefähigkeiten" (Erkennung der Wettmuster)
- Die Gemeinschaftskarten
- Die Größe des Pots
- Deine Position
1. Art der Gegner
Es ist nicht klug, gegen schwache Gegner zu bluffen, die jeden Einsatz callen. Diese Spieler werden auch calling stations genannt. Dies ist ein häufiger Fehler, also solltest Du dir lieber sicher sein, dass die anderen Spieler erfahren genug sind, um zu wissen wann sie folden sollten.
2. Anzahl der Gegner
Es ist generell beim Poker keine gute Idee zu bluffen, wenn man gegen drei oder mehr Spieler spielt, ganz egal bei welcher Variante. Ein Bluff funktioniert meistens besser, wenn man ihn gegen einen einzelnen Spieler verwendet. Dies liegt zum einen in der deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit begründet, den Bluff durchzubringen (irgendjemand hat meist sehr gute Karten bei Mehrspielerkonstellationen), aber auch daran, dass der oft deutlich größere Pot für die Mitspieler sehr attraktiv ist (und ein wirkungsvoller Bluff entsprechend mehr Chips kostet, die Du evt. nicht einmal mehr zur Verfügung hast).
3. Dein Image am Tisch
Wenn Du am Tisch das Image hast, eher ein looser Spieler (Du spielst viele Starthände) als ein tighter Spieler (Du spielst nur wenige, aber sehr gute Starthände) zu sein, ist es eher unwahrscheinlich, dass ein Poker Bluff erfolgreich ist. Wenn Du kurz zuvor geblufft hast und dabei erwischt wurdest, werden die anderen Spieler sehr viel eher dazu neigen, Deinen Einsatz zu callen. In solchen Situationen kann jedoch umgekehrte Psychologie hilfreich sein, denn wenn Dich ein guter Spieler zunächst beim Bluffen erwischt und er Dich auch für einen guten Spieler hält, könnte er annehmen, dass Du nicht versuchen würdest, ihn noch einmal an der Nase herumzuführen.
4. Deine "Lesefähigkeiten" (Erkennung der Einsatzmuster deiner Gegner)
Wenn Du in der Lage bist, durch das "Lesen" der Spieler herauszufinden, welche Karten sie höchstwahrscheinlich halten, dann kannst du gute Momente zum Bluffen erkennen. Das ist jedoch genau die Fähigkeit, die am schwersten zu erlernen ist - aber auch die wichtigste.
5. Die Gemeinschaftskarten
Wenn Du eine Pokervariante mit Gemeinschaftskarten spielst, und diese Gemeinschaftskarten vielen Spielern gute Möglichkeiten eröffnen könnten, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Bluff erfolgreich ist. Gibt es nur wenige Möglichkeiten, die die Hände der Gegner deutlch verbessern könnten, könnte der Bluff gut funktionieren. Wenn Du in diesen Situationen eine starke Hand vortäuschen kannst, funktioniert Dein Bluff wahrscheinlich noch besser. Wenn das Board unkoordiniert ist und eine "Schreckenskarte" enthält (eine Karte die ansonsten gute Hände sehr gefährdet, wie ein As für jeden Spieler, der KK oder DD hat), die Du benutzen kannst um eine starke Hand vorzutäuschen, dann wäre das ein wunderbarer Zeitpunkt zum Bluffen.
6. Die Größe des Pots
Es ist wahrscheinlicher, dass Deine Gegner callen, wenn der Pot groß ist, weil dann ihre Chancen auf den Pot größer sind. Wenn Du aber erfolgreich bluffst, wenn der Pot groß ist, dann verhält es sich genau umgekehrt und Deine Belohnung ist wesentlich größer. Wenn solche Situationen auftreten, musst Du einfach ein gutes Urteilsvermögen besitzen.
7. Position
Eine späte Position versorgt Dich mit sehr viel mehr Informationen über die Hände der anderen Spieler, da diese gewzungen sind vor dir zu handeln. Das macht späte Positionen besser geeignet fürs Bluffen als frühe Positionen. Du könntest in einer späten Position sein und alle Spieler vor Dir haben gecheckt. Wenn das Board günstig aussieht und nur ein paar Spieler übrig sind, dann ziehe einen guten Bluff in Betracht.
Übernimm nicht nur ein einziges Konzept dieser Strategien für das Bluffen beim Pokern; es kommt auf das gelungene Zusammenspiel aller Faktoren ein, um beim Bluffen erfolgreich zu sein.
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