Poker für Fortgeschrittene

Pokerspieler

Poker für Fortgeschrittene: Du kennst Dich schon sehr gut mit Poker aus? Dann lies hier weiter, um Profi zu werden.

Poker für Fortgeschrittene: Dieser Teil ist geeignet für alle, die ihre Poker Fähigkeiten vertiefen wollen, um bessere Poker Spieler zu werden.

Bist Du bereits ein erfahrener Poker Spieler, der seine Spiel- und Denkweise verbessern und seine Poker Kenntnisse vertiefen will? Planst Du gar, ein professioneller Poker Spieler zu werden? Dann sind unsere Poker Richtlinien für Fortgeschrittene genau das Richtige für Dich.

Wenn Du noch nicht ganz so weit bist und zunächst die Grundlagen beim Poker lernen willst, empfehlen wir Dir die Lektüre unseres ausführlichen ersten Teils Poker für Anfänger. Dieser beinhaltet viele Poker Tipps, Tricks und Strategien, die Du vielleicht auch als fortgeschrittener Poker Spieler noch nicht kennst. Einen Blick ist er also allemal wert. Doch nun steigen wir direkt in die Thematik ein. 

 

Poker Pot Odds berechnen

Pot Odds sind ausschlaggebend für die Entscheidungen während eines Pokerspiels. Deshalb sollten fortgeschrittene Poker Spieler lernen, Pot Odds zu berechnen und richtig zu verwenden.

Die Definition von Poker Pot Odds

Die Idee von Pot Odds ist ausschlaggebend, wenn es darum geht, Entscheidungen für das Pokerspiel zu treffen. Poker Pot Odds beziehen sich auf die Beziehung zwischen der Pot Größe im Vergleich zur Wetteinsatz Größe. Wenn es einen $10 Pot gibt und Du einen $2 Wetteinsatz machen musst, um zu callen, bekommst Du Pot Odds von 5:1. Wenn Du eine $5 Wette im gleichen Pot callen musst, bekommst Du Poker Pot Odds von 2:1.

Den Pot gewinnen

Die Größe des Pot

Sei Dir immer über die Pot Größe bewusst. Wenn Du in einem Limit Poker Spiel bist, dann zähle lieber die Anzahl der Wetteinsätze im Pot als den Geldbetrag. Wenn sich Wetteinsätze verdoppeln, z.B. bei Texas Holdem, dann zähle die großen Wetteinsätze als zwei kleine. Wenn Pot-Limit oder No-Limit gespielt wird, ist es schwieriger, den Pot zu zählen und die Odds werden wahrscheinlich nicht so exakt sein. Trotzdem musst Du sie zählen.

Wie man Pot Odds verwendet

Wenn Du die Poker Pot Odds einmal festgestellt hast, dann benutze diese Information angemessen. Um dies zu tun, musst Du die Pot Odds mit dem Wert Deiner Hand in Verbindung bringen. Das bedeutet, dass Du in der Lage sein musst, die potentiellen Hände Deine Gegner einzuschätzen und zu überlegen, wie Deine Chancen stehen, eine bessere Hand als sie zu erreichen.

Nehmen wir an, Du hast einen Flush Draw auf dem Flop beim Holdem und spielst gegen einen Gegner, von dem Du glaubst, dass er mindestens ein Top Pair hält. Es gibt neun Karten, so genannte Outs, die Dir zu einem Flush verhelfen, wenn Du einen Four Flush gefloppt hast. Die untenstehende Tabelle zeigt, dass neun Outs eine Chance von 35% bedeuten oder 2:1 dagegen, dass Du den Flush durch Turn und River zusammen erreichst. Das bedeutet, dass Du Pot Odds von mindestens 2:1 haben musst, um einen Einsatz auf den Flop zu setzen.

Implied Poker Pot odds

Implied Odds beziehen sich auf die Beziehung zwischen der Größe des aktuellen Pots und dem Pot, den Du zu gewinnen erwartest. Das bedeutet, dass der Pot manchmal nicht die richtigen Pot Odds hat, wenn Du Dich zu Spielen mit der Erwartung entschieden hast, etwas mehr Action zu bekommen und mehr zu gewinnen, wenn Du das Blatt hittest. Bei Limit Hold’em z.B. setzt Dein Gegner $20 in einen $80 Pot, und dein Call beschert Dir Poker Pot Odds von 5:1, da Du $20 riskierst, um $120 zu gewinnen. Wenn Du aber erwartest, dass Dein Gegner einen Einsatz callt oder beim River raist, wenn Du Deine Hand spielst, betragen Deine Implied Odds 6:1 oder 7:1.

Eine Daumenregel für Texas Holdem und Omaha

Jedes Out gibt Dir eine ca. 4% Chance, auf Turn und River zusammen zu hitten. 5 Outs bringen Dir z.B. eine Chance von 20% auf Verbesserung, 6 Outs ungefähr 24%, usw.

 

Denken wie ein Poker Spieler

Poker Gedanken

Wie ein Poker Spieler zu denken, mag ein Klischee sein, aber eines, das den Nagel ganz sicher auf den Kopf trifft. Poker verlangt eine bestimmte Art zu denken, und die ist für viele Anfänger schwer zu verstehen.

Es kann ziemlich leicht sein, während eines Pokerspiels vom Pfad abzukommen, und dieser Abschnitt ist gemacht um Dir zu helfen, Ablenkungen zu minimieren und zu lernen, sich auf die Dinge zu konzentrieren, auf die man sich konzentrieren muss, wenn man ein Gewinner sein möchte – wie die vier Poker Fähigkeiten.

Vier unverzichtbare Fähigkeiten

Häufige, professionelle Poker Spieler werden entweder als "tight" oder "aggressiv" eingestuft. Poker Haie spielen wenige Hände, aber wenn sie diese spielen, tun sie das mit einem Killer-ähnlichen Instinkt. Während diese Begriffe eine gute Beschreibung sind für Poker Profis, werden Neulinge sie einfach noch nicht verstehen können.

Um die Dinge zu vereinfachen: die wichtigsten Sachen, die ein Poker Spieler tun kann, sind lernen, üben und kontinuierlich vier entscheidende Fähigkeiten entwickeln: Mathematik, Disziplin, Psychologie und Risiko kontra Belohnung.

Hier ist ein Überblick über diese entscheidenden Konzepte:

1. Mathematik

• Ein guter Poker Spieler sollte sich mit allgemeinen Wahrscheinlichkeiten auskennen. Das sind Wettchancen, die man sich merken kann über das Poker Spiel, was einem viel Zeit ersparen wird, wenn man unter Druck spielt. Zum Beispiel gibt es eine Wahrscheinlichkeit von 1:8 für die Chance, ein Set zu bekommen, wenn man bereits ein Pocket Pair hat. Die Chance, ein Flush Draw beim Flow zu vervollständigen, liegt bei 33%. Je mehr allgemeine Wahrscheinlichkeiten Du kennst, desto mehr Hilfe hast Du, wenn Du am Poker Tisch sitzt oder online spielst. Konzentriere Dich auf die entscheidenden Zahlen, denn es ist unmöglich, alle zur Verfügung stehenden Statistiken auswendig zu können. Du wirst jedoch ein Erinnerungsvermögen für diese Fakten entwickeln, je mehr Du spielst.

• Outs sind unausgeteilte Karten, die Deine Hand verbessern, und große Poker Spieler kennen immer ihre Outs. Behalte die Übersicht darüber, wie viele Karten Deiner Hand helfen können und denke darüber in Bezug auf die Wahrscheinlichkeiten nach. Um die Wettchancen zu berechnen, zähle einfach die Zahl der Outs, multipliziere mit 2, addiere 2 und das Ergebnis wird die Veränderung des Prozentsatzes anzeigen, mit der Du eine der Outs erwischen könntest um Deine Hand zu verbessern. Es lohnt sich, sich diese Formel zu merken.

Pot Odds sind ebenfalls sehr wichtig und gehen Hand in Hand mit Outs. Solange Outs nicht umgeändert werden in intelligentes Wetten, das den finanziellen Ertrag dem Risiko von Entscheidungen gegenübergestellt, bedeuten sie nichts.

2. Disziplin

• Große Poker Spieler setzen einen Vorteil voraus. Der Unterschied zwischen einem gewinnenden Poker Spieler und einem schlechten Poker Spieler (Fish) ist, dass ein schlechter Poker Spieler nicht erwartet zu gewinnen, während ein begabter Poker Spieler diese Erwartung hat. Ein Fish hofft einfach nur darauf, dass das Glück auf seiner oder ihrer Seite ist und spielt andere Casino Spiele. Ein begabter Poker Spieler dagegen ist nicht angewiesen auf Glück; er hofft jedoch, dass die anderen kein Glück haben.

• Begabte Poker Spieler wissen, dass jedes Spiel verschiedene Level an Disziplin erfordert. Ein disziplinierter No-Limit Poker Spieler könnte ein sehr unkluger Limit Poker Spieler sein, und umgekehrt. Meistens spielt ein disziplinierter Limit Poker Poker Spieler vor dem Flop tight. Er spielt nicht zu viele Hände. Stattdessen wählt er die Hände mit hohem Gewinnpotenzial aus.

• Auf der anderen Seite ist ein No-Limit Poker Spieler völlig anders. Dieser Spieler ist weniger besorgt darüber, zu viele Blinds zu spielen. Stattdessen konzentriert er sich darauf, nicht eingekesselt zu werden. Der Hauptunterschied zwischen einem disziplinierten Limit und einem disziplinierten No-Limit Poker Spieler ist, dass der Limit Poker Spieler zu vermeiden versucht, dass sein Stack kleinere Treffer einstecken muss. Ein disziplinierter No-Limit Poker Spieler vermeidet, all seine Chips auf einen Schlag zu verlieren. Deswegen kann ein disziplinierter No-Limit Poker Spieler viele Hände spielen. Vor dem Flop kann er so loose spielen wie jeder andere. Dennoch weiß er genau, wann er Hände folden sollte, die ihm eine Menge Ärger einbringen könnten.

• Ein wirklich disziplinierter Poker Spieler weiß, wie der Song sagt, "when to hold’em and knows when to fold’em", wann er die Karten behalten oder lieber weglegen sollte. Er oder sie erkennt, wenn sie "on tilt" sind, also dazu neigen, zu aggressiv und hastig zu spielen, und sie merken ebenso, wenn das Spiel zu lukrativ ist, um aufzuhören. Dieses Wissen entsteht nur durch Spielpraxis; folge in der Zwischenzeit nur deinen Instinkten. Wenn Du merkst, dass Du eher vom dem Gefühl als vom Verstand geleitet wirst, ist es am Besten, eine Pause einzulegen und sein Spiel umzustellen.

• Disziplinierte Poker Spieler wissen, dass sie nicht perfekt sind und dass sie Fehler machen, aber sie nutzen diese Fehler, um daraus zu lernen. Sie machen weder die Anderen für ihre Fehler verantwortlich, noch jammern oder weinen sie über die Fehler. Jeder Fehler ist eine Lektion, aus der ein Poker Spieler lernen kann, ein erfahrenerer Spieler zu werden. Wenn Du also einen Fehler machst, dann lerne daraus und mache weiter.

3. Psychologie

Es gibt eine ganze Menge Informationen über Poker Psychologie, und zwar viel zu viel, um hier darauf vertiefend einzugehen. Es gibt jedoch einige vernünftige Poker Tipps, die Du kennen solltest. Denke daran, dass die anderen Poker Spieler in jedem Poker Spiel genau so wichtig sind wie Du. Poker Spieler sind oft nicht auf der Hut, weil sie sich Gedanken machen über sich, ihre Entscheidungen, ihre Strategie und Herangehensweise und ihre Karten. Obwohl diese Dinge wichtig sind, wie bereits im Disziplin Abschnitt oben angesprochen, solltest Du immer auch darüber nachdenken, was anderswo am Pokertisch geschieht.

• Ein guter Poker Spieler ist kein egozentrischer Spieler. Obwohl er ein echter Dussel sein mag, der sehr ichbezogen ist, wenn er nicht am Pokertisch ist, so sollte sich seine Philosophie ändern, wenn er Poker spielt. Er sollte sich in seine Mitspieler hineindenken und probieren, sich in ihre Lage zu versetzen. Das hilft ihm, die Entscheidungen zu verstehen, die sie erwägen.

• Für einen guten Poker Spieler ist es sehr wichtig, zu versuchen, drei wichtige Fragen zu beantworten:

  1. Welche Karten hat mein Gegner?
  2. Was glaubt mein Gegner über die Karten, die ich besitzen könnte?
  3. Was glaubt mein Gegner, was ich glaube, welche Karten er hält?

• Bedenke zuerst, was Du als Antworten zu diesen drei wichtigen Fragen zu kennen glaubst und benutze diese Informationen, um die Situation in Deinem Sinne zu manipulieren. Du möchtest erst die Antworten zu diesen Fragen kennen und dann wissen, wie Du die Situation zu Deinem Vorteil manipulieren kannst. Wenn Du ein Paar Könige hast und Dein Gegner ein Paar Asse, und ihr beide wisst, was der andere hat und ihr auch wisst, dass der andere weiß, was ihr habt – warum sollte man sich dann noch die Mühe machen, Poker zu spielen? Ein Poker Profi würde das Szenario manipulieren, indem er verschiedene Techniken einsetzt, um die Gegner in die Irre zu führen. Du musst Dich daran gewöhnen, Sachen durcheinander zu mischen, und nicht leicht zu "lesen" zu sein. Dies ist der beste, und manchmal auch einzige Weg, um ein großartiges Pokerspiel zu spielen.

• Wichtige Bemerkung: Gute Psychologie ist sehr wichtig in einem No-Limit Spiel, weitaus wichtiger als in einem Limit Spiel. Es ist absolut entscheidend, dass Du diese wichtige Tatsache begreifst. Limit Spiele werden oft zu Mathe Schlachten, aber No Limit Spiele schließen ein starkes psychologisches Element mit ein. Neulinge und Anfänger sollten sich vollkommen klar sein darüber worauf sie sich einlassen, bevor sie No Limit Poker spielen.

4. Risiko versus Belohnung Management

• Risiko- und Belohnungsmanagement mögen offensichtlich erscheinen; schließlich benutzen wir es im täglichen Leben genau wie am Poker Tisch. Aber Gambling bringt oft Aspekte von uns hervor, auf die wir gewöhnlich nicht stoßen; wir könnten ab und zu mit mehr Leidenschaft als Vernunft spielen. Versuche immer, ein Gleichgewicht zwischen beiden zu erreichen, und lasse niemals die Dinge außer Kontrolle geraten. Gute Poker Spieler sind nur dann bereit, ein großes Risiko einzugehen, wenn die Belohnung groß genug ist, und sogar dann NUR wenn der erwartete Ertrag höher ist als das Risiko. Poker spielen ist ein Balance Akt, und die Experten Poker Spieler sind diejenigen, die in der Lage sind, die Dinge am effektivsten auszubalancieren.

• Wichtiger ist, dass Du verstehst, dass die Risiko-versus-Belohnungs Natur des Poker sich auch außerhalb des Pokerraums ausbreitet. Habe immer ein Budget für Geld, das Du zum Poker spielen brauchst und eines für andere Lebenshaltungskosten. Es ist nicht unsere Aufgabe, Dir zu sagen, welcher Bereich wichtiger ist, aber es ist immer eine sehr gute Idee, innerhalb des vorgegebenen Poker Budgets zu bleiben.

• Im Wesentlichen sind gute Poker Spieler leicht risikoscheu, was für viele überraschend sein mag. Im Hinblick auf Investitionen ist eine Person risikoneutral, risikoscheu oder risikobereit, abhängig davon, wie die Person vorhandene Investitionsmittel zuweist. Du wirst feststellen, dass die erfolgreichsten Poker Spieler über die Zeit gesehen nicht die sind, die das gesamte Bündel auf risikobereite Spekulation setzen in der Hoffnung, Glück zu haben, und auch nicht die, die ihre Banknoten nur bei seltenen Ereignissen einsetzen (risikoneutral). Die wirklich erfolgreichen Poker Spieler sind die, die nur kalkulierte Risiken eingehen und sich auf das "Große Ganze" konzentrieren.

Sich an dieser Art Beispiel festzuhalten ist viel besser, als immer auf den ganzen Pot aus zu sein. Sogar wenn Du einigen Erfolg gehabt haben magst mit dem Eingehen von großen Risiken, werden waghalsige Strategien über einen längeren Zeitraum zu sehr viel weniger Erfolg führen, als eine überlegte Spielweise.

 

An mehreren Tischen spielen

Online Poker ermöglicht Dir etwas, was beim Live Poker niemals möglich ist, und zwar, an mehr als einem Tisch auf einmal zu spielen – nämlich an mehreren Poker Tischen gleichzeitig. Du kannst bei mehr als einer Webseite auf einmal spielen, und einige Webseiten erlauben es, dass man mehr als einen Tisch spielt auf ihrer Seite.

Weil es manchmal Software Probleme auslösen kann, wenn man versucht an mehreren Poker Tischen zu spielen, wirst Du ein bisschen experimentieren müssen, um herauszufinden welche Webseiten gut zusammen funktionieren.

Es gibt verschiedene Techniken, um online an mehr als einem Tisch gleichzeitig zu spielen. Du kannst wählen, manuell zwischen den Poker Tischen zu wechseln, oder Du kannst es der Software überlassen, Dich zu informieren, wenn Du am Zug bist. Du kannst sogar die Fenstergrößen so einstellen, dass Du alles im Überblick sehen kannst. Auch in diesem Bereich wirst Du am bequemsten durch Experimentieren herausfinden, welche Technik für Dich am Besten ist.

Mehreren Tischen spielen

Poker für Fortgeschrittene: Du kannst bei Titan Poker an bis zu 16 Tischen gleichzeitig spielen

Es ist wahrscheinlich, dass Du besonders am Anfang kurzfristig einige Schwankungen erleben wirst, wenn Du an mehr als einem Poker Tisch gleichzeitig spielst. Du wirst manchmal gewinnen, und manchmal verlieren. Diese Schwankungen sind normal und Du musst mit ihnen umgehen können. Es ist jedoch eine Tatsache, dass Spielen an mehreren Tischen auf längere Sicht dafür sorgt, dass Deine Schwankungen sich reduzieren.

Außer wenn Du bereits die Poker Fähigkeiten entwickelt hast, die man braucht um ein gewinnender Spieler zu sein, wirst Du einfach mehr verlieren. Aber wenn Deine Fähigkeiten einmal ein Level erreicht haben, auf dem Du Dir Multi-Tasking zutraust, dann kannst Du eventuell deine stündliche Gewinnquote erhöhen.

Vorteile des Spielens an mehreren Poker Tischen

Das Spielen an mehr als einem Tisch kann Dein Spiel stärker machen. Du wirst mehr Hände in kürzerer Zeit spielen und das wird dazu führen, dass sich der Ungeduldsfaktor reduziert. Wenn Du mehrere Hände in Folge verlierst, ist es jedoch einfacher, "nachzugeben".

Der größte Vorteil für den gewinnenden Pokerspieler ist, dass die Gesamtquote von stündlichen Gewinnen sich erhöhen kann. Wenn Du üblicherweise nur eine große Wette pro Stunde an einem einzelnen Tisch machst, kannst Du erwarten, nicht weniger als drei große Wetten in jeder gespielten Stunde zu gewinnen, wenn Du an drei Poker Tischen gleichzeitig spielst. Sogar wenn Du nur einen halb so großen Pot gewinnst in jeder Wette, wirst Du immer noch mit mehr als 50% mehr aus dem Spiel gehen.

Nachteile des Spielens an mehreren Tischen

Du musst Dir sowohl über die Vorteile als auch über die Nachteile des Spielens an mehreren Tischen bewusst sein. Gleichzeitiges Spielen kann dazu führen, dass Du Fehler machst im Spiel oder bei Deiner Beurteilung. Das resultiert aus mangelnder Konzentration und dass Du Deine Gegenspieler nicht gründlich "gelesen" hast.

Außerdem gibt es viel weniger Zeit, um Entscheidungen über den Einsatz zu treffen. Du kannst viel leichter einen falschen Knopf drücken, z.B. könntest Du folden, wenn Du eigentlich raisen wolltest! Diese Fehler können natürlich Deine Gewinnquote senken.

Du musst außerdem in der Lage sein, die Konzentration auf einem viel höheren Level aufrecht zu erhalten. Versuche nicht, an mehreren Poker Tischen gleichzeitig zu spielen, wenn Du Dich konzentrationsschwach oder müde fühlst.

Wenn Du es trotzdem tust, wird Deine Konzentration sinken und Deine Gewinnrate mit ihr! Du wirst Dich davor schützen wollen, auf mechanische Art und Weise zu spielen, ohne Deine Strategien an die Chancen den Spiels anzupassen. Es ist außerdem so, dass vielen Spielern das Spielen an mehreren Poker Tischen nicht so viel Spaß macht und sie es nicht so interessant finden wie die Konzentration auf nur ein Spiel. Aber die Entscheidung bleibt natürlich Dir überlassen.

 

Online Poker Tipps

Einige Leute glauben, dass es so etwas wie Online Poker Verhaltensweisen (Tells) nicht gibt, aber sie liegen falsch! Menschen benutzen sie jeden Tag, jedes Mal wenn sie sich hinsetzen um online zu spielen. Wenn Du online ein großer Gewinner sein willst, musst Du lernen, wie Du online Verhaltensmuster nutzen kannst, um Deine Gewinne zu steigern.

Die fünf gebräuchlichsten Online Poker Tipps, und wie man sie benutzt, wird unten besprochen. Die fünf online Poker Tipps sind: schneller Check, warten und setzen, Wettmuster, schnelle Wette, und das Sie-sagen-Dir-ihr-Blatt.

Schneller Check: Der vielleicht einfachste online Poker Tell; Du solltest Dir einen Spieler wünschen, der sofort checkt sobald das Geschehen sich um ihn dreht. Der Grund für den super-schnellen Check ist, dass sie das Tool benutzt haben, dass es Online Spielern ermöglicht, automatisch zu checken. Das bedeutet, dass sie schon lange bevor sich das Geschehen ihnen zugewendet hat, bereit waren zu checken. Die Chancen stehen gut, bereits hier den Pot zu holen mit einem vernünftig bemessenen Wager. Manchmal werden jedoch richtig gute Spieler diesen Tell gegen Dich benutzen, also sei auf der Hut und merke Dir, wer diesen umgekehrten Tell benutzt!

Online Poker Tipps

Warten und Setzen: Diese Verhaltensweise ist üblicher Weise ein Anzeichen für eine starke Hand, da der Spieler überlegt, wie viel er setzen soll um das meiste aus seinem Geld zu machen, und deswegen dauert es ein paar Sekunden länger als normal. Du musst genau darauf achten, diesen Tell zu erfassen, aber guck einmal, wie lange die Spieler durchschnittlich brauchen. Wenn sie länger warten und checken, anstatt eine Wette zu platzieren, bluffen sie wahrscheinlich und versuchen Dich glauben zu machen, dass ihre Karten stärker sind als sie eigentlich sind. Wenn das der Fall sein sollte, kannst Du den Pot mit einem vernünftigen Wager holen.

Wettmuster: Die Verhaltensmuster verschiedener Spieler zu kennen, ist eine wertvolle Ressource für jede Art von Poker. Du musst genau feststellen, wie jeder Spieler setzt, wenn er gute Karten hat, und was sie machen, wenn sie schwache Karten haben. Die meisten Spieler werden Dir das recht deutlich zeigen mit wechselnden Wetteinsätzen. Nehmen wir an, ein Spieler raist vor dem Flop $40, setzt dann aber nur einen sehr kleinen Wager auf den Flop, so würde das auf Schwäche hindeuten. Er hat versucht, die anderen Spieler abzuhängen. Achte darauf, wie viele Spieler raisen wenn sie eher Asse als Buben auf der Hand haben.

Schnelle Wette: Wenn Spieler schnell setzen, versuchen sie oft, Dich einzuschüchtern. Diese Angewohnheit wird benutzt als Versuch, die anderen Spieler zum Folden zu bewegen. Es wird als Zeichen der Stärke gewertet von den anderen Spielern, weil es sie erschreckt, aber oft ist es einfach nur ein Bluff.

"Sie-sagen-Dir-ihr-Blatt": Wenn ein Spieler Dir von seiner Hand berichtet, dann ist das eine wirklich seltsame Angewohnheit. Es ist nur vernünftig anzunehmen, dass die Fakten falsch sind, wenn ein Spieler Dir ungefragt von seinem Blatt berichtet. Warum sollte ein Spieler Dir mitteilen, was in seiner oder ihrer Hand ist, wenn er oder sie keine falschen Informationen geben würde in der Hoffnung, dass Du mehr setzt oder foldest. Der andere Spieler möchte nur Platz in Deinem Kopf einnehmen, damit Du setzt und sie mehr gewinnen können.

Die meisten starken Spieler kümmert es nicht, wenn sie Verhaltensmuster offen zeigen. Andere Spieler sind sich einfach gar nicht darüber bewusst, dass sie Verhaltensweisen offenbaren. Was Du über Online Poker Tipps wissen solltest, ist dass sie nicht 100% perfekt sind und nicht in jeder Situation zu jedem Zeitpunkt funktionieren werden. Aber Du kannst viele Informationen mitnehmen, wenn Du gebräuchliche Verhaltensweisen beobachtest und dies benutzt, um Deine Handlungen auszuwählen.

 

Poker Karten – Schlüsselfähigkeiten

Hohe Paare

1. Spiele hohe Paare schnell und spiele sehr starke Hände vor dem Flop: Diese Poker Strategie setzt mehr Geld in den frühen Pot und führt zu schwachen Händen, die eventuell Glück haben beim Flop und gegenüber einem frühen Fold gewinnen.

2. Ziehe niemals, um das niedrige Ende oder beide Enden eines Straights zu ergänzen: Wenn der Flop eine 9 8 7 ist, solltest Du auf J 10 hinspielen, niemals zu 6 5 oder 10 6 um die Chancen auf den Sieg zu erhöhen.

3. Betrachte mittlere und niedrige Poker Karten, die unverbunden sind, als unspielbar: Sogar wenn man Poker Karten der gleichen Farbe hält (Suit), die jedoch durch den Flop keinen Straight bilden können, sollte man diese Poker Karten ganz einfach nicht spielen. Beide Enden des Straight, so wie 9 5, sollten auf jeden Fall in diese sehr schwache Kategorie einbezogen werden.

4. Sei vorsichtig, wenn Du überlegst, niedrige Start Paare zu spielen: Wenn Dir 66 bis runter zu 22 ausgeteilt werden, solltest Du Die Hand nicht von einem frühen Platz und von den späten Positionen spielen. Spiele nur, wenn es sich lohnt. Wenn Du kein Set, Trips oder Fours durch den Flop hast, ist es wohl besser, zu folden.

5. Wenn Du nach dem Flop in zwei Richtungen ziehen kannst, dann spiele aggressiv: Wenn Deine Poker Karten die Chance bieten, einen Straight UND einen Flush, Trips oder ähnliches zu erreichen, ist es oft am besten, seine Hand zu raisen.

6. Wenn Du ein Ass oder zwei hohe Bild Karten hast, setze sie nach einem schlechten Flop (Garbage Flop): Ein Garbage Flop wäre z.B. so etwas wie ein drei Karten Suit Rainbow mit Poker Karten, die unverbundene Mittllere und niedrige Poker Karten sind. Wenn jemand raist, solltest Du folden.

7. Halte nach verbundenen Flops wie 8 7 6 Ausschau: Diese Flops können leicht zu Straights werden, die ein hohes Paar oder eine andere gute Hand übernehmen können.

8. Überprüfe die Chips des Spielers, der raist: Wenn Spieler fast all-in sind, brechen sie oft die Einsätze übers Knie, um ihre Chips in eine Sink-oder-Schwimm Hand zu bringen.

9. Hüte Dich vor suited Flops, wenn man sie zur Vervollständigung eines Flushs verwenden kann: Wenn das passiert, solltest Du üblicherweise das beste Blatt (nut) im Suit behalten, oder Trips und zwei Paare, die auffüllen können.

10. Lass Dich gelegentlich beim Bluffen erwischen: Dadurch variierst Du Dein Spiel und wirst nicht zu vorhersagbar. Du gewinnst Pots, die Du wirklich nicht verdienst, wenn der Bluff erfolgreich ist. Du verlierst dagegen einige Chips, wenn der Bluff scheitert, aber das wird in Zukunft zu Calls von schwächeren Händen führen, wenn Du eine starke Hand hast und die Aktion nutzen kannst.

11. Betrachte Deine Gegner: Betrachte Deine Gegner besonders, wenn Du keine Hände spielst und Du allen Spielern besondere Aufmerksamkeit widmen kannst. Spielen sie mehr Hände als sie folden? Bluffen sie? Kann man sie erfolgreich bluffen? Haben sie irgendwelche "Anzeichen" oder Angewohnheiten, die Informationen über ihre Hände verraten? Alle diese Informationen können Dir helfen, wenn Du gegen diese Gegner spielst.

 

Poker Tischauswahl & Zeitpunkt des Spiels

Die Tischauswahl beim Poker wird oft extrem unterbewertet. Du könntest denken, dass es sehr simpel und leicht ist, aber Du musst wissen, wonach Du Ausschau halten musst, um geschickt zu sein bei der Wahl des Poker Tisches, wenn Du den größtmöglichen Profit machen möchtest.

Du solltest ganz einfach jeden einzelnen Vorteil nutzen, um ein großartiger Poker Spieler zu werden, und Profis erkennen, dass es beim Poker darum geht, diese knappen Vorsprünge zu finden und sie zu maximieren, damit sie ihre Profite auf lange Sicht erhöhen können. Der Unterschied zwischen Gewinnen und Verlieren kann oft die Poker Tisch Auswahl sein!

Den richtigen Poker Tisch finden

Bevor Du Dich für einen Poker Tisch entscheidest, solltest Du den Status checken, der normalerweise neben dem Tischnamen in der Lobby zu sehen ist.

Wenn Du in einem echten Casino spielst, gibt es diese Option nicht, aber Online Poker Räume zeigen üblicherweise zwei wichtige Faktoren an, die Dir helfen können zu entscheiden, welcher Poker Tisch der Beste ist für Dich.

Average Pot Size, die durchschnittliche Potgröße, ist die erste statistische Angabe, die man sich anschauen sollte. Sieh Dir die Poker Tische an und vergleiche diese Zahlen, um einen Tisch zu finden mit einer höheren durchschnittlichen Potgröße, damit Du mehr Profit machen kannst.

Die Wahl des Poker Tisches

Du solltest auch die View Flop Statistic überprüfen; die Statistik, die anzeigt, wie viele Spieler durchschnittlich den Flop sehen. Poker Tische mit höheren View Flop Percentage Werten haben im Durchschnitt mehr Spieler, die mit schlechten oder mittelmäßigen Händen im Spiel bleiben. Die beste Wahl kann der Poker Tisch mit der höchsten View Flop Percentage sein.

Kenne die Spieler

Das kann Dir einen wirklich großen Vorteil verschaffen, unabhängig davon, ob Du online oder offline spielst. Etwa 2/3 der online Spieler scheitern dabei, den Tisch zu analysieren, weil sie eher ihre Karten spielen als die Spieler zu spielen. Dies ist ein großer Unterschied zwischen Hobby Spielern und Profis; der Profi kennt die Spieler, um ihr Spielverhalten gut einschätzen zu können und um zu wissen, welche Handlungen er gegen sie unternehmen sollte.

Online Spieler haben natürlich keine physischen Verhaltensweisen, aber Du kannst trotzdem einen Eindruck vom Stil jedes Spielers bekommen. Wenn Du Dich einem Poker Tisch anschließt, dann halte Ausschau nach Maniacs. Stelle fest, welche Spieler tight spielen. Beobachte Showdowns und verfolge, wie alle ihre Einsätze machen. Wenn alle immer den Pre-Flop Raise eines bestimmten Spielers callen, könnte es ein Zeichen dafür sein, dass der raisende Spieler ein Maniac ist. Wenn alle folden, wenn ein anderer den Pre-Flop raist, ist er wahrscheinlich ein wirklich tighter Spieler.

Wenn Du einmal weißt, wie jeder Spieler spielt, solltest Du Deinen Stil immer an den oder die Spielerin anpassen, gegen die Du gerade im Pot spielst. Hier sind ein paar Richtlinien, die Dir helfen sollen:

  1. Tighte Spieler: Wenn Du mit einem tighten Spieler im Pot bist, könntest Du darüber nachdenken, ihn zu bluffen. Üblicherweise wird er gegenüber Deinem Bluff folden, es sei denn, er ist mutig. Dieser Spieler verlässt sich gerne auf die Blinds, bevor er sich festlegt. Gegen diese Spieler kann es am leichtesten zu spielen sein, da sie dazu neigen, sehr vorhersehbar zu sein.
  2. Maniacs: Lass diese Spieler die Arbeit für Dich erledigen. Versuche bloß nie, einen Maniac zu bluffen, egal was geschieht. Warte ab und locke Maniacs mit starken Händen in die Falle.
  3. Tight-Agressive Spieler: Das sind die härtesten Gegner. Bleib weg von ihnen, außer Du hast eine starke Hand. Diese Spieler haben den Stil, den die meisten siegreichen Spieler anwenden.

Zeitpunkt des Spiels

Du magst vielleicht nicht zu allen empfohlenen Zeitpunkten spielen, aber wenn Du es tust, wirst Du mehr Profit machen. Die richtig dicken Spiele scheinen vor allem am Wochenende oder spät abends statt zu finden.

Die meisten Spieler arbeiten von 8-17h oder einem ähnlichen Zeitplan. Sie neigen dazu, sich abends einzuloggen und zum Spaß zu spielen und um zu entspannen, und Du kannst Dir die Chips dieser Hobby Spieler holen. Sie spielen Poker nur zum Vergnügen, und neigen dazu, loose Spieler sowohl vor als auch nach dem Flop zu sein. Betrunkene Spieler kommen meistens spätabends dazu. Wenn es Dein Zeitplan erlaubt, solltest Du öfters mal an einigen späten Abenden und Wochenenden spielen. Du kannst natürlich immer noch zu jeder anderen Zeit spielen, aber wenn Du jeden Vorteil nutzen willst, kann dieser Dir wirklich helfen.

 

Limit Texas Holdem Poker

Flush Draws

Einige der stärksten Draws, die beim Flop möglich sind, sind Flush Draws. Sie sind leicht zu spielen und können große Pots gewinnen. Wenn Du beim Limit Texas Holdem einen Flush Draw floppst, wird das entweder bei einem two-suited oder three-suited Flop der Fall sein. Die Art und Weise, in der man den Draw zum Flush spielt, hängt davon ab.

Flush

Da es 13 Karten von jeder Farbe (suit) gibt, hast Du immer neun Outs, um einen Flush zu erzielen, wenn Du einen Flush Draw beim Flop bekommst. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeiten 2 zu 1, oder etwa 35% dagegen stehen, sich beim River zu verbessern. Dein Blatt wird stärker sein, wenn Du auch Draws wie Pairs, Straight Draw, Overcards oder andere zusätzliche Werte hältst. Wenn Du die #Ks-#Qs hältst und der Flop #Js-#Ts-#2h aufdeckt, und somit einen Straight Flush Draw und zwei Overcards bietet, gibt es 12 Outs, die den Pot gewinnen könnten. Du hast eine Chance von etwa 54% für einen Straight/Flush und von 28% für eine der Overcards, was insgesamt eine Chance von 78% dafür ergibt, dass Du den Turn oder den River gemeinsam hittest. Das ist um einiges besser, als #8-#7s bei einem Flop zu halten, der As-#Ks-#9h aufweist, und bei dem Du nur 9 Outs hast und eine Chance von 34% auf den Potgewinn hast.

Ziehen oder nicht?

Wenn Du einen Flop zu einem Flush Draw bekommst bei einem zweifarbigen Flop, hast Du wahrscheinlich die richtigen Pot Odds, um zum Flush zu drawen, jedoch mit diesen wenigen Ausnahmen:

  1. Wenn Du Heads-Up spielst und der Pot nicht wirklich geraist wurde, und Du nur den Flush Draw hast. Das könnte ein Punkt sein, an dem Du semi-bluffen könntest, aber nicht check-callst beim River.
  2. Wenn der Flop ein Paar (Pair) zeigt und es eine Menge Action bei diesem Flop gibt, hält jemand vermutlich Trips und Du könntest sogar dann gegen ein Full House verlieren, wenn Du Deinen Flush bekommst.
  3. Wenn Du beim Flop einen kleinen Flush Draw hältst und es viel Flop Action gibt, könntest Du einen Draw Dead erleben gegenüber einem sehr viel größeren Flush. Deswegen werden Small Suited Connectors (niedrige Verbindungskarten einer Farbe) am besten in einer späten Position gespielt.

Position und Zahl der Spieler

Wenn es drei oder mehr andere Spieler in einem Blatt gibt, solltest Du so viele Spieler wie möglich im Flop halten. Das hilft Dir, einen großen Pot zu gewinnen, wenn Du das Blatt hittest, das Du möchtest. Es bedeutet, zu checken und zu callen, wenn man an der ersten Position ist, es sei denn, Du bist ein gewohnheitsmäßiger pre-Flop Raiser und hast eine gewisse Chance auf den Sieg, indem Du die anderen Spieler ausstichst. Wenn Du an der letzten Position stehst und es einen Einsatz von einem frühen Spieler sowie mehrere Caller zwischendurch gibt, ist es richtig, zu raisen. Der Punkt ist, den Pot anzulegen, wenn es nur 2 zu 1 dagegen steht, dass Du den Flush machst. Der Raise kann Dir eine Möglichkeit verschaffen, eine Free Card zu nehmen, wenn alle vor Dir vor dem Turn checken. Wenn Du gegen ein oder zwei andere Spieler spielst, möchtest Du den Pot gerne mit einem Semi-Bluff gewinnen. Wenn Du glaubst, dass es eine Chance gibt, den Pot durch Setzen oder Raisen zu gewinnen, dann mache es! Wenn Du Overcards hast für den Flush Draw, solltest Du setzen oder raisen, um andere Blätter auszustechen, die zwei Paare oder ein Paar haben könnten mit einem besseren Kicker als Du hast.

Three-Suited Flops

Three-Suited Flop

Wenn der Flop three-suited ist (die 3 Karten haben die gleiche Farbe), solltest Du nur für den Flush ziehen, wenn Du zum bestmöglichen Blatt (nut) oder zweiten Nut Flush ziehst. Wenn Dein Blatt an Wert zugelegt hat wie Pair oder Straight Draw, könntest Du für einen niedrigen Flush ziehen. Es ist schwer, Action in diese Flops zu bekommen, weil die anderen Spieler nicht so aggressiv sein werden, außer sie haben ein wirklich starkes Blatt wie zwei Paare. Dieser Draw hat auch deswegen weniger Wert, weil es für jeden Spieler offensichtlich ist, dass jemand vermutlich einen Flush hält, wenn eine vierte suited Karte gehittet wird. Spieler nehmen bloß nicht oft an der Action teil, es sei denn, das Board bleibt eher three-suited als four-suited. Spiele aggressiv, wenn Du AA oder KK sowie den Flush Draw hältst.

Middle oder Bottom Pairs

Wenn Du ein Paar beim Flop hittest, indem Du eine Deiner Hole Cards benutzt, und es kein Top Pair ist, hast Du ein Middle oder Bottom Pair gefloppt.

Lass' uns annehmen, Du hältst As-4s und der Flop ist #Qh-#4c-#2h oder #Qh-#7s-#4c. Diese beiden Paare können auf ähnliche Weise gespielt werden. Anfänger und sogar auch fortgeschrittene Spieler spielen oft das Middle oder Bottom Paar Blatt falsch, aber es ist eine einfache Situation, um effektiv zu spielen, da Deine Entscheidungen alle ganz einfach auf Mathematik basieren können.

In der Situation, die unten dargestellt wird, wird angenommen, dass mindestens einer der Gegner ein größeres oder besseres Paar hält und das der Pot ein Mehrfach Pot ist.

Allgemeine Richtlinien

Flop

Zuerst musst Du einmal verstehen, dass es nach dem Flop im besten Fall fünf Outs gibt, die Dein Blatt verbessern können. Das bedeutet, es steht 8 zu 1 gegen eine Verbesserung beim Turn und Du drawst auf zwei Paare oder Trips hin. In den meisten Fällen brauchst Du bessere Odds als diese, um zu drawen. Man kann diesen Draw vergleichen mit einem Gut-Shot Straight Draw, der nur vier Outs hat, aber ein Draw zu einer wesentlich stärkeren Hand ist. Du brauchst einige wirklich gute Pot Odds, um Middle oder Bottom Pairs beim Flop zu spielen, wenn Du in einem Mehrfach Pot bist.

Hier sind die Gesichtspunkte, die Du im Gedächtnis behalten solltest:

  1. Ein anderer Spieler könnte ein Set oder zwei Paare halten, und Du könntest einen Draw Dead erleben oder sehr, sehr nahe dran sein an einem.
  2. Andere Spieler könnten Blätter halten, die Deine Karten "counterfieten", z.B. Straight oder Flush Karten.
  3. Wenn Du die zwei Paare oder Trips beim Turn machst, besteht trotzdem immer noch die Möglichkeit, beim River gegen größere Double Pairs oder Three of a Kinds, Straights oder Flushes zu verlieren.

Wann Du Dir überlegen solltest, zu drawen/raisen:

  1. Wenn Du eine Kicker Karte hast, die höher als die höchste aufgedeckte Karte beim Flop ist, und wenn der Rest des Flops günstig aussieht und die Pot Odds gut sind, ist calling die richtige Entscheidung.
  2. Wenn der Pot wirklich groß ist, und Dir vielleicht ein 12 zu 1 oder mehr auf Deinen Call bietet.
  3. Wenn Dein Call alles setzen beendet, so dass niemand nach Dir raisen und die Pot Odds verändern kann. Das macht die späte Position so bedeutend, wenn Du sie erwischen kannst!
  4. Wenn Du wirklich glaubst, dass Dein Blatt das Beste ist, oder wenn Du denkst dass die anderen Spieler ihre Blätter folden werden und Du es zugleich als wahrscheinlich ansiehst, die anderen Spieler zu outdrawen, dann solltest Du raisen.

Wann Du nicht drawen/raisen solltest:

  1. Wenn der Flop drei Karten der gleichen Farbe (suit) enthält, es sei denn, Du hast ein Ass oder einen King-high Flush, um mit dem Paar zu gehen. In dieser Situation, bist Du einem Draw Dead nahe, weil es sehr wahrscheinlich ist, dass jemand anders bereits den Flush hält. Ausserdem gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, den Pot sogar dann zu verlieren, wenn Du Deinen Draw hittest.
  2. Wenn der Flop three-connected ist, so wie z.B. J-T-9 oder 9-8-7, solltest Du aus den gleichen Gründen wie oben unter 1. beschrieben folden. Wenn der Flop hohe Karten hat, hast Du keinen Open-Ended Straight Draw zu spielen. Wenn Du zum Beispiel A-10 hältst und der Flop Q-J-10 aufweist bei einem Mehrfach Jackpot, hast Du tatsächlich nur vier Outs für einen möglichen Split des Pots, wenn ein König hittet, und nur zwei Outs für den sehr, sehr unwahrscheinlichen Sieg, wenn eine andere 10 hittet. Während es zwar wirklich sechs Outs gibt, sollten sie jedoch nicht als Mittel zum Sieg gewertet werden, weil sie nicht besonders stark sind.

Wie Du denken solltest:

Hier wird Dir gezeigt, wie Du denken solltest, wenn Du festzustellen versuchst, wie viele Outs Dein Middle oder Bottom Pair wirklich bereit hält für Dich. Bei diesem Beispiel gibt es drei oder mehr andere Spieler, und der Flop zeigt #Qh-#8c-#2h.

  1. Wenn Du #Ah-#2s hältst, gibt es nur fünf Outs, im besten Falle, und einen möglichen Back-Door Nut-Flush Draw.
  2. Wenn Du As-#2s hältst, hast Du nur vier Outs, da das #Ah counterfeited wird und es ganz einfach keine Chance darauf gibt, den Flush zu machen.
  3. Wenn Du As-#8d hältst, hast Du bestenfalls drei Outs, da das #Ah und #8h counterfeited werden und Du keine Möglichkeit hast, den Flush zu hitten.
  4. Wenn Du As-#8h hältst und ein anderer Spieler #Ac-#Qc hat, und noch ein anderer einen Flush Draw hält, hast Du nur zwei Outs, weil die Asse counterfeited werden.
  5. Wenn Du As-#8s hältst und ein Gegner #Ac-#Qs hält, und noch ein anderer einen Flush Draw hat, hast Du nur ein Out, da alle Asse und die #8h counterfeited werden.

Straight Draws

Wenn Du Limit Texas Holdem spielst, dann sind Straight Draws gute Draws für Dich. Wenn Du einen Straight Draw floppst, ist es entweder ein open-ended Straight Draw, bei dem es möglich ist, beide Hole Cards zu benutzen; ein Open-Ended, bei dem man eine Hole Card benutzen kann, oder ein Gut-Shot Draw. Deine Spielweise wird davon abhängen. Wenn Du einen open-ended Straight Draw hast, hast Du acht Outs, die dein Blatt zu einem Straight verbessern können.

Straight

Wenn der Flop eine Karte aufweist, die Dir einen Open-Ended Straight Draw verschafft, gibt es eine Wahrscheinlichkeit von 2,2 zu 1, oder 31-32% gegen eine Verbesserung beim Turn oder River.

Wenn Deine Hand einen zusätzlichen Wert hat, wie z.B. ein Paar oder Overcards, Du Flush Potential oder andere Möglichkeiten hast, dann bist Du sogar noch in einer besseren Position. Angenommen, Du hältst die As-4s und der Flop zeigt 6d-5s-3h, dann hast Du acht Outs für einen Open-Ended Straight Draw, eine Overcard mit drei Outs, und einen Back Door Flush mit einem Out. Das bedeutet, dass der Flop Dir insgesamt 12 Outs bietet, und zugleich eine Wahrscheinlichkeit von 45% dafür, mindestens ein Paar zu bekommen. Je mehr Outs Dein Blatt bietet, desto besser.

Drawen oder nicht?

Wenn Du einen Straight Draw floppst, ist es besser, wenn der Flop ein voller Rainbow ist. Wenn der Flop nur zwei Suits hat, musst Du die Outs entfernen, die zum Flush beitragen könnten. Wenn der Flop two-suited ist, und es viel Flop Action gibt, solltest Du wahrscheinlich Deinen Straight Draw folden, weil jemand anderes Sets hält, also entweder zwei Paare oder Flush Draws. Oft wirst Du die richtigen Pot Odds für einen Draw haben, wenn Du einen Open-Ended Straight Draw auf einen Rainbow Flop floppst. Aber es gibt einige Ausnahmen, die Du kennen solltest:

  1. Wenn der Flop ein Paar beinhaltet und es viel Action bei diesem Flop gibt. Bei Board Pairs ist es zu einfach für die anderen Spieler, Full Houses zu bekommen.
  2. Wenn Du heads-up spielst und kein Paar oder zwei Overcards hast beim Flop, wird Dir der Pot keine ausreichend guten Odds bieten, um zu callen. Natürlich könntest Du zu diesem Zeitpunkt einen Semi-Bluff versuchen, aber checke und calle nicht die ganze Zeit bis zum River, wenn Du nicht Deinen Draw gehittet hast.

Wenn Du zu einem Open-Ended Straight drawst, dann achte darauf, nicht zum niedrigen Ende hin zu drawen. Wenn Du 5s-4s hast und der Flop Js-7h-6c zeigt, hast Du einen Open-Ended Straight Draw mit Outs an beiden Seiten. Spiele ihn trotzdem wie einen Gut-Shot Draw mit nur vier Outs, weil Du Dich nur dann behaglich fühlst, wenn eine 3 hittet.

Open-Ended Straight Draw unter der Verwendung von nur einer Karte aus Deinem Blatt

Straight

Wenn Du nur eine Hole Card und den Flop benutzen kannst, um den Straight Draw zu bilden, ist er nicht einmal halb so stark, als wenn Du zwei Hole Cards benutzen würdest. Das liegt daran, dass die Möglichkeit zum Straight für alle Deine Gegner offensichtlich ist und sie eventuell schon einen Straight als Ergebnis desselben Flops halten! Es gibt eine viel höhere Wahrscheinlichkeit dafür, dass Du den Pot splitten wirst, wenn Du den Straight machst. Die Action wird dann wahrscheinlich abnehmen, wenn die vierte Straight Karte auf dem Tisch erscheint, und es könnte schwierig sein, dann den Pot zu bekommen, sogar wenn Du das siegende Blatt hast.

Gut-Shot Straight Draws

Bei dieser Art von Draw gibt es nur eine Karte, die Dir zum Straight verhilft, was insgesamt vier Outs ergibt. Das bedeutet, es steht 11-1 dagegen, dass Du Dein Blatt beim Turn verbesserst. Dieses Blatt ist nur dann ziemlich stark, wenn es zwei Overcards oder andere zusätzliche Werte enthält. Wenn Du Ks-Qs bei einem Flop von Ts-9c-6d hältst, hast Du einen einigermaßen starken Draw. Der Gut-Shots Draw zu den Nuts hin, also zu den vier Outs, zwei Overcards mit sechs Outs (passe aber wegen dem möglichen Straight auf, wenn ein Q hittet) und der Möglichkeit zum Backdoor Flush mit einem Out gibt Dir genügend Möglichkeiten, dieses Blatt mit einiger Aggression zu spielen.

Im Allgemeinen wirst Du keine ausreichenden Pot Odds bekommen, um mit Gut-Shot Straight Draws zu drawen, es sei denn, der Pot wurde vor dem Flop geraist. Wenn es viele Caller vor dem Flop gibt und es richtig wäre, auf dem Flop zu drawen, dann mache das nur, wenn Du direkt zu der Nut drawst. Wenn Du mit einem Blatt von Aqs raist und vier Spieler callen, und der Flop K-T-3 zeigt, sind 10 Small Bets im Pot. Wenn Du checkst, der Spieler nach Dir callt und einige zwischendrin auch callen, rechtfertigen die Pot Odds einen Call mit der Hoffnung, den J zu hitten, der straight die Nut darstellen würde. Es steht etwa 11-1 gegen den Turn, was etwa 9,7% bedeutet, aber der Pot ist groß genug, um diesen Call zu rechtfertigen. Wenn Du jedoch zu Gut-Shots Straights drawst, solltest Du immer folden, wenn jemand nach Dir raisen könnte.

Overcards

Limit Texas Holdem ist ein Spiel, in dem die großen Karten zählen. Es wird Zeiten geben, in denen alles, was Du beim Flop in Deinen Karten hast, zwei Overcards sind. Viele Spieler drawen schlecht zu Overcards hin, und das kann ein großes Problem für sie sein.

Overcards

Overcards können Dich in eine Position bringen, in der Du zu einer schwachen Hand drawst und Dir die Chips eventuell sogar dann nicht schnappst, wenn Du den Draw hittest. Manchmal ist Dein Draw einfach nichts wert und es kostet Dich Chips, wenn das passiert. Wenn Du hittest und gewinnst, entschädigt Dich das meistens nicht für die Fälle, in denen Du gehittet und verloren hast – es sei denn, Du drawst nur dann, wenn die Bedingungen genau richtig sind.

Wenn Du niemals zu Overcards drawst, würdest Du Deinem Spiel nicht bedeutsam schaden. Aber es ist eine grenzwertige Entscheidung, und für die meisten Anfänger ist es einfach am Besten, Overcards zu folden. Dennoch spielst Du nicht unbedingt das beste Online Poker, wenn Du Overcards immer beim Flop foldest. Der Punkt ist, dass Du wissen musst, in welchen Situationen Du drawen solltest und in welchen nicht. Wir werden Dich dabei unterstützen zu lernen, wie man die richtigen Entscheidungen trifft in Situationen, in denen Du mindestens sechs Outs hast.

Allgemeine Richtlinien

Es ist sehr wichtig dass Du weißt, dass Du in der optimalen Position sechs Outs hast um Deine Karten zu verbessern, nachdem der Flop aufgedeckt wurde. Das bedeutet, dass es 7 zu 1 dagegen steht, dass Du Deine Karten beim Turn verbesserst, wenn Du zu einem Single Pair drawst. Das ist ein schwaches Blatt und in den meisten Fällen brauchst Du bessere Odds für den Draw.

Es ist fast so schwach wie der Gut-Shot Straight, der nur vier Outs hat, aber dennoch ein stärkeres Blatt ist, zu dem man hin drawt. Du musst in einer Situation sein, in der die Pot Odds gut sind, um Drawing zu einer guten Option zu machen. Außerdem sollten auch andere Faktoren zu Deinen Gunsten stehen, damit die Bedingungen richtig sind.

Das ist deswegen, weil:

  1. Du einen Draw Dead erlebst gegen Sets, zwei Paare und Overpairs.
  2. Eines der beiden Outs, das Du möchtest, den Flush oder Straight Draw eines anderen Spielers vervollständigen kann.
  3. Eines der beiden Outs, das Du möchtest, einem anderen Spieler zwei Paare bescheren könnte, besonders dann, wenn eine Deiner Overcards ein Ass ist. Spieler tendieren dazu, im Spiel zu bleiben, wenn sie ein Ass als Side Card haben.
  4. Eines der beiden Outs, das Du möchtest, einem anderen Spieler exakt das gleiche Paar verschaffen könnte, er aber einen besseren Kicker als Du haben könnte.
  5. Eines Deiner Outs einem anderen Spieler ein Set ermöglichen könnte.
  6. Eines Deiner Outs einem anderen Spieler einen Straight oder Flush Draw verschaffen und er Dich dann beim River outdrawen könnte. Wenn Du Dich entscheidest, in diesen Situationen zu drawen, musst Du Dir sicher sein, dass Du zum besten Blatt hin drawst UND dass der Pot groß genug ist, um das Callen eines Einsatzes zu rechtfertigen. Wenn beide Faktoren erfüllt sind, solltest Du callen, aber Du wirst merken, dass dies nicht häufig passiert.

Hier sind einige wichtige Dinge, die Du im Kopf behalten solltest, wenn Du versuchst, Dich zu entscheiden, ob Du drawen solltest oder nicht:

  1. Die besten Flops für Overcards enthalten Rags eines Rainbows, wie z.B. 7-3-2 oder 8-4-2.
  2. Verbundene Flops, Suited Flops und Flops die ein hohes Paar enthalten, sind sehr gefährlich, so wie alle Flops die ganz hohe Karten enthalten. Spiele sie nicht, außer Du hast einen wirklich guten Draw.
  3. Die Wahrscheinlichkeit, einen Draw Dead zu erleben, sinkt mit der Zahl der Teilnehmer.
  4. Einen Backdoor Flush oder Möglichkeiten zum Straight zu halten, verbessert Deine Odds ein bisschen und könnte Dir eine Chance auf den Pot geben, wenn Du semi-bluffst und beim Turn hittest, aber mache das nicht, außer dein Draw ist sehr stark.
  5. Der Pot muss groß sein, damit er es wert ist, aber das passiert nicht, wenn da noch ein paar andere Spieler sind. Siehe #3 oben.

 

No Limit Texas Holdem Poker

Raise für den höchsten Profit

Beim Spielen von No Limit Holdem bietet das Setzen/Wetten die besten Vorteile, die man haben kann. Du kannst jede Summe Du magst zu jedem Zeitpunkt des Geschehens setzen. Das bedeutet, dass es wirklich wichtig ist, eine Strategie fürs Setzen zu entwickeln, die Dir dabei hilft, Dein Poker Bankroll zu gewinnen anstatt zu verlieren.

Zwei Dinge, die Du im Gedächtnis behalten solltest an No-Limit Hold'em Tischen, sind:

  1. Welche Beträge werden die Spieler meiner Einschätzung nach callen, und
  2. Spezifische Einsatzbeträge (wager), die eine Reaktion des Gegners fördert

Welche Beträge werden die Spieler meiner Einschätzung nach callen?

Poker Profit

Eine gute Einschätzung darüber zu haben, wie viel ein anderer Spieler callen wird, ist wichtig für erfolgreiches Setzen. Das Ziel ist herauszufinden, welchem Typ von Poker Spieler Du gegenübersitzt und in welcher Stimmung er sich gerade befindet. Wenn Du einen anderen Spieler wütend oder emotional machen kannst, wird diese Person vermutlich häufiger callen. Wenn Du gegen einen tighten Spieler spielst, musst Du eventuell kleinere Beträge setzen, um ihn im Pot zu halten und um mehr Geld aus ihm oder ihr herauszubekommen.

Achte immer auf die Wettmuster der Gegner. Wenn eine Person hohe Einsätze macht, könntest Du geneigt sein, die Größe Deiner Einsätze ebenfalls ein bisschen zu erhöhen. Passe auch auf Check-Raises auf, damit Du nicht ins Setzen verwickelt wirst, wenn Du eigentlich merken solltest, dass Du wahrscheinlich eine verlierende Hand hältst.

Einsätze in der richtigen Höhe

Es ist wichtig, eine Strategie zum Setzen der richtigen Beträge zu benutzen, um den größten Nutzen aus Deinem Blatt zu ziehen. Bei No-Limit Hold'em kann sich das wirklich bezahlt machen. In einem unterbesetzten (short-handed) Spiel mit einem maximalen Buy-In von $600 und Blinds von, sagen wir, $3/$6, gibt es ein paar sehr effektive Techniken, die Du anwenden kannst.

$30 Raise – Benutze diesen wirklich hohen Raise nur dann in Pre-Flop Situationen, wenn Du eine Premium Hand hältst. Weil es eine gerade Zahl ist, scheint es andere Spieler dazu zu bewegen, mit Leichtigkeit callen zu wollen. Wenn Du einen $100 Chip hinein wirfst, wird das mit Sicherheit andere Spieler einschüchtern und sie nicht dazu bringen, Deinen Raise zu callen, um den Rest Deines Blattes zu sehen.

$24 Raise – Hohe Pocket Pairs funktionieren gut mit diesem Raise; benutze es, wenn Du 10-10 oder besser hältst. Es ist ein bisschen kleiner als die $30, aber einschüchternder als ein $20 Raise. Ungerade Zahlen wie $23 scheinen die Spieler zu verunsichern, raise deswegen nur dann solche Beträge, wenn Du die Zahl der Caller reduzieren willst.

$12 Raise (Double Raise) - Benutze diesen Raise nur selten oder vermeide es am Besten ganz. Verwende diesen Raise niemals mit Pocket Pairs von Assen oder Königen. Dieser Raise verschafft Dir ganz einfach ein miserables Image am Tisch.

Steigende Einsätze – Das ist wirklich eine starke Setztechnik. Wenn Du Asse hältst oder beim Flop die Hand hittest die Du willst und auf der Suche nach Callern bist, dann setze in jeder Einsatzrunde ein bisschen mehr. Wenn sich Dein Gegner einmal dem Pot verpflichtet fühlt, ist es wahrscheinlich, dass der Spieler bis zum Schluss dabei bleibt. Dein Ziel ist es, Deinen Gegner so fixiert auf den Pot zu machen, dass Du ihn beim River All. In ziehen kannst und Dir dann seinen Stack nimmst.

Das sind nur einige Beispiele dafür, wie man seine Einsatzfähigkeiten und Ergebnisse verbessern kann. Probiere sie aus, benutze sie, wann sie für Dich, Deinen persönlichen Stil und Dein Tisch Image am Nützlichsten sind und gewinne Extra Geld, wenn die Karten richtig fallen.

Short-Handed Poker Sets

Die grundlegende Tatsache über Pre-Flop Starthände beim unterbesetzten (short-handed) No-Limit Holdem ist, dass das Poker Set entscheidend ist. Das Set ist der Schlüssel zum gewinnen des Pots!

Das Geheimnis des Poker Sets

Pocket Cards

Viele Spieler brauchen Jahre, um die Kraft von Poker Sets beim short-handed No-Limit zu verstehen. Sets, die einfach Three-Of-A-Kinds sind, erscheinen mysteriös, da sie sehr schwer zu hitten sind und es ebenfalls schwierig ist, sie aufzuholen, wenn Dein Gegner sie hält. Vielleicht eine von acht Händen, in denen Du ein Paar hältst, wird Dir diese dritte Karte zur Verfügung stellen, mit der Du ein Poker Set auf dem Flop hitten kannst.

Sets sind Geld Hände. Der Grund ist, dass Deine Gegner nicht vermuten werden, dass Du ein Set hältst, wenn Du ein Paar in Deinen Hole Cards hast.

Dieses Paar kann Dein Ticket zum Pot sein am short-handed No Limit Holdem Tisch.

Poker Sets ziehen große Pots an

Poker Sets verdienen das Geld beim short-handed No-Limit Holdem. Asse, Könige – es ist egal, was sonst noch zu sehen ist, wenn Du das ganz wichtige Set hältst.

Natürlich ist es schön, wenn Dein Set zufällig ein Set von Assen ist, aber ein Set von Assen wird zu einem ganz gewöhnlichen Set. Wenn Du ein Paar hast, ist es eine gute Idee, zu setzen. Wenn Du dieses Set hittest, dann setze hoch oder gehe sogar all-in und nimm Dir den Pot!

Wenn Du einen Pre-Flop Raise von $20 callst, wenn Du und ein anderer Spieler mit jeweils mehreren hundert Dollar am Tisch sitzen und Du ein Paar hast, wirst Du dieses wichtige Poker Set in den meisten Fällen nicht hitten. Aber wenn Du den Hit machst, kannst Du in vielen Fällen die gesamte Poker Bankroll Deines Gegners gewinnen.

Beim Short-handed No-Limit Holdem geht es nicht um Pot Odds. Es sind die Implied Odds, die zählen. Wenn Dein Gegner dort mit einer Menge Geld sitzt, kann drawen die richtige Entscheidung sein, auch dann, wenn Du teuer drawst. Wenn Du ein Set hast, macht sich alles bezahlt. Wenn Du lernst, diese Paare am short-handed No Limit Holdem Tisch zu spielen, wirst Du oft genug Poker Sets hitten, damit es sich für Dich sehr gut auszahlt.

Folde Paare, wenn Du keine Poker Sets hittest

Wenn Du das Set nicht erreichst, zu dem Du drawen wolltest, ist es einfach, das Paar zu folden. Du verlierst nicht viel und wenn Du doch das Set hittest, hast Du einen goldenen Mantel! Es ist wirklich so einfach beim Short-Handed Spiel.

Wie man Poker Sets spielt

Wenn Du das Set hast, dann setze immer auf den Flop. Sorge dafür, dass Dein Gegner auf den Pot fixiert ist. Wenn Du sicher bist, dass der andere Spieler setzen wird, checke ihn, aber verfalle nicht in ein Slow-Play des Blattes. Spiele es einfach zu Deinem Vorteil und nimm soviel Geld wie möglich mit vom short-handed No-Limit Holdem Tisch.

Check Raises Strategie

Einige sich entwickelnde Spieler fallen in eine Kategorie, die man wirklich nur als "rückwärts" bezeichnen kann. Diese Spieler bemerken oft nicht, was für Fehler sie wirklich machen! Sie tendieren dazu, ein klares Verständnis der Odds für Draws zu haben und verstehen sogar, dass die anderen Poker Spieler sich in neun von zehn Fällen nicht auf die Nut Cards konzentrieren, besonders nicht bei einer locked-hand. Es sind keine dummen Spieler, sondern sie sind einfach unerfahren und sie gehen davon aus, dass ihre Gegner mit ihren Stacks höheres Lehrgeld bezahlen als sie selbst.

Poker Spieler

Diese Spieler spielen ihre Blätter oft "rückwärts". Sie tendieren dazu, übermäßig aggressiv zu spielen, besonders dann, wenn sie hitten! Du wirst bemerken, dass sie kleinere Einsätze machen oder sogar checken, wenn sie hitten. Die Idee, bei einer viel versprechenden Hand wenig und bei schlechten Karten viel zu setzen, kann man im besten Fall als dämlich bezeichnen. Es widerspricht jedem gesunden Menschenverstand. Seltsamerweise funktioniert es jedoch einigermaßen gut am richtigen Tisch und diese Spieler können schnell feststellen, ob sie an diesen richtigen Poker Tischen sind. Der beste Platz für diese Spieler ist dort, wo der durchschnittliche Spieler foldet oder callt, und sie dann in späteren Einsatzrunden folden.

Du kannst direkt in diese Situation einsteigen und in Führung liegend herauskommen! Der Tisch wird leicht zu identifizieren sein. Es wird dort einen Platz geben mit einem großen Stack, und der Spieler, dem der Stack gehört, wird große, sorglose Einsätze tätigen. Ein anderer Hinweis ist, dass viele Spieler am Tisch etwa den doppelten Betrag des Buy-In besitzen und so scheinen, als ob sie circa eine Hand pro zehn Runden callen würden.

Was Du machen solltest ist, ins Spiel einzusteigen und zu verdoppeln! Denk dran, dass dieser Spieler anders setzt als beim Semi-Bluffen. Dieser Spieler fisht nicht, weil er oder sie jeden anderen Spieler beim Setzen hinter sich lässt. Er hat nur vor zwei Dingen Angst: Die gewinnende Hand zu haben, ohne dass jemand callt, und Check-Raises. Der Check-Raise ist die wichtigste Angst, und Du kannst sie gegen ihn oder sie verwenden.

Wenn ein Spieler check-raist, deutet es darauf hin, dass es sich um den Typ von Spieler handelt, von dem Du weißt, dass er einen Einsatz gegen Dich setzen wird mit einer schlechten Hand und dass Du bereit bist, Deine Chips einzusetzen, weil Du weißt, dass Du Profit machen wirst. Der "Rückwärts" Spieler wird eine von drei Dingen tun und Dir dadurch zeigen, welche Hand sie oder er hält. Diese Optionen sind:

  1. All-In gehen: Das zeigt an, dass der Spieler auf einem Draw ist.
  2. Fold: Das deutet darauf hin, dass er nichts hat, mit dem er etwas anfangen kann.
  3. A. Call: Das deutet darauf hin, dass der Spieler glaubt, Du hättest Angst davor, beim Turn oder River zu setzen, und wenn Du Schwäche zeigst wird sie oder er wieder für Dich setzen, oder B. Call: Dieser Spieler könnte die Nuts halten. Ignoriere diese Möglichkeit nicht, sonst wirst Du niemals einen Vorteil haben.

Es gibt Zeiten, in denen Du Pech haben wirst, wenn Du versuchst, diesem Spieler das Geld abzunehmen, und der "Rückwärts" Spieler wird starke Hände bekommen oder Draws besser hitten als Du. Starte nicht mit Bluffs. Hitte zumindest bei den ersten ein, zwei Händen ein starkes Paar wenn Du Holdem spielst und zwei Paare wenn Du Omaha spielst. Dann mach Dich an diesen Spieler mit Check-Raises bei so vielen Flops wie möglich. Du musst möglicherweise selbst etwas "rückwärts"denken. Beim Turn musst Du so viel setzen, wie nötig ist, um diesen Spieler zum folden zu bringen oder einen Fehler zu machen, indem er Deinen großen Einsatz callt; es sei denn, Du hast Deine Hand ausreichend verbessert, um gegen eine River Karte bestehen zu können, und in diesem Fall check-raist Du erneut.

Benutze diesen Stil gegen diesen Spieler, aber spiele tight gegen die anderen Gegner und Du wirst in der Lage sein, Dir den Stack des Spielers jedes Mal zu holen. Er wird wieder kommen, bis sein Geld komplett zu Dir herüber gewandert ist. Du wirst nicht nur einen großen Gewinn einstreichen von jemandem, der als Tisch Tyrann gesehen wird, sondern Deine anderen Freunde werden ebenfalls anfangen, zu spenden. Das werden sie tun, indem sie Deine Führung übernehmen, aber sie werden vergessen, dass Du gegen sie nicht so spielst wie wenn der Tyrann da ist.

Einsatzmuster erkennen

Um die Karten deiner Mitspieler zu erraten, bedarf es nicht unbedingt magischer Kräfte - gesunde Mustererkennung kann schon ausreichen.

Vermutlich hast Du schon mal Leute Zaubertricks aufführen gesehen. Du magst Dich an einen erinnern, bei dem der Zauberer genau erraten kann, welche Karte Du in Deiner Hand hältst. Es wäre wirklich praktisch beim Texas Holdem Poker spielen, wenn wir das auch alle einfach so könnten. Tatsache ist, dass Du oft, ganz ohne besondere Kräfte oder Tricks, feststellen kannst, welche Karten sich in den Händen Deiner Gegner befinden!

Der beste Weg dorthin ist die korrekte Interpretation bestimmter Wettmuster deiner Gegner, beim Online Poker wie im echten Leben am Pokertisch. Wenn Du das verstehst und dieses Wissen damit verbindest, gegen welchen Typ von Spieler Du spielst, dann wird sich die quälende Frage darüber welche Karten sie halten, fast von alleine beantworten - jedenfalls gegen die meisten Spieler.

Das Puzzle lösen

Du bist vermutlich bequem dazu in der Lage, Puzzleteile zusammen zu fügen, um ein Puzzle zu lösen; es ist das Gleiche, wenn Du wissen möchtest, welche Karten die anderen Spieler halten. Du musst wissen, was für ein Typ von Spieler dein Konkurrent ist und welche Wettmuster sie üblicherweise an den Tag legen, damit Du anfangen kannst, ihre Verhaltensweisen zu entschlüsseln um ihnen immer einen Schritt voraus zu sein.

Das beste Mittel, um das Puzzle zu lösen, ist sich zurückzulehnen, zu entspannen, und die ersten paar Hände – etwa 10 oder so – sorgfältig zu beobachten und die Showdowns zu beachten - es geht darum, möglichst viele Informationen zu sammeln. Wenn ein Spieler nicht den Showdown spielt, dann achte darauf, wie er oder sie bevorzugt zu setzt und versuche innerlich, dir vorzustellen welche Hand die Person vermutlich zu Beginn der Runde zugespielt bekommen hat. Mit ein wenig Beobachtungsgabe wirst Du vermutlich ziemlich gut darin werden, sie oder ihn zu lesen, indem Du beobachtest, welche Hände sie gerne spielen und wie sie sie spielen. Showdownhände sind dabei natürlich besonders hilfreich, weil Du so erkennen kannst, mit welchen Karten die betreffenden Spieler callen oder gar den Einsatz erhöhen - und auch um wieviel sie den Einsatz erhöhen.

Beliebte Wettmuster

Es gibt zahlreiche Wettmuster, die Du beobachten kannst, aber zu den Wichtigsten gehören:

  1. Raise, Bet, Check: Dieser Spieler wird vor dem Flop raisen. Er oder sie setzt beim Flop und checkt beim Turn.
  2. Call, Check-Call, Raise: Dieser Spieler callt Pre-Flop, checkt dann und callt den Einsatz eines Gegners. Dieser Spieler raist normaler Weise beim Turn.
  3. Alle Check-Raises

Natürlich wird sich nicht jeder Spieler immer gleich verhalten, sondern sein Verhalten von seinen Karten abhängig machen - das gilt zwar nicht immer, aber meistens. Hier ist es entscheidend, die groben Zusammenhänge zu entschlüsseln. Kleiner Tipp: Es hilft, sich Notizen zu machen.

Raise, Bet, Check

Die Bankroll verdienen

Hauptsache es ist am Schluss dein Kontrahent, der blöd aus der Wäsche schaut.

Denke an die Ass-König Hand, die den Flop verpasst, wenn Du an dieses Wettmuster denkst. Die meisten Spieler mit zwei hohen Karten, aber keinem Paar, wie Ass-König, werden beim Flop setzen, auch wenn sie überhaupt nichts haben. Das ist ein großes Zeichen der Schwäche, nach dem Du Ausschau halten kannst. Wenn das passiert, setze den Spieler sofort auf Ass-König und raise in den meisten Fällen beim Turn.

Dann und wann könntest Du das falsch interpretieren, aber es ist ein sehr typisches Ass-König Einsatzmuster, das viele schwache bis fortgeschrittene Spieler häufig benutzen.

Call, Check-Call, Raise

Achte auf dieses Muster, da es üblicherweise ein Zeichen für Stärke ist. Wenn jemand check-callt und daraufhin Stärke beim River oder Turn demonstriert, solltest Du vermutlich folden. Stelle Dir vor, der Spieler habe eine drawende Hand. Der Schlüssel dazu, ihn zum Drawen zu bringen ist, den Flop, die Turn und River Karten und Einsätze einzuschätzen. Wenn der Flop zweifarbig ist und der Spieler check-callt, zeigt es einen Draw oder ein niedriges Paar an. Wenn der Turn die gleichen Farben zeigt wie der Flop und der Spieler raist, dann setze ihn auf einen Draw, um sicher zu gehen. Es ist ein leicht aufzuspürendes Wettmuster.

Alle Check-Raises

In etwa 90% der Fälle, in der ein Spieler Dich check-raist, haben sie Dich bereits geschlagen. Die meisten Spieler haben nicht das entsprechende Level an Fähigkeiten, um einen erfolgreichen Check-Raise Semi-Bluff durch zu führen. Es denken wirklich nur wenige Spieler überhaupt daran, ein solches Manöver durchzuführen. Folde bei Check-Raises, es sei denn, Du hast die Nut Cards (das sind die bestmöglichen Karten)!

 

Andere Poker Varianten

7 Card Stud

7 Card Stud

7 Card Stud Regeln

Seven Card Stud ist nach Texas Holdem die wohl populärste Variante des Pokerspiels. Doch wobei geht es eigentlich beim 7 Card Stud genau? Wie sind die Spielregeln dieser enorm vielfältigen Pokerversion und wo sind die Unterschiede zum geläufigeren Texas Holdem?

Abweichungen vom Texas Hold'em

Wie auch bei Texas Holdem bildest Du als Spieler auch beim 7 Card Stud Poker Deine beste Hand aus insgesamt sieben Karten. Der wichtigste Unterschied zwischen diesen beiden Spielvarianten ist, dass Du beim Texas Holdem die sogenannten Gemeinschaftskarten auf dem Tisch mit Deinen Gegnern teilen musst, während Du beim 7 Card Stud vom Geber sieben Karten bekommst, die nur Dir allein gehören. Was sich anfangs wahrscheinlich sehr kompliziert anhört, dürfte sich nach einer etwas genaueren Erklärung der 7 Card Stud Spielregeln von selbst beantworten, deshalb schauen wir uns den Ablauf des Spiels der Reihe nach an.

Die erste Wettrunde:

Vor Beginn einer Runde muss jeder Spieler einen Grundeinsatz, das sogenannte Ante, in den Pot einzahlen, dafür bekommt er vom Dealer zwei verdeckte Karten und eine, die für alle sichtbar offen auf dem Tisch liegt. Im Bezahlen eines Grundeinsatzes, um überhaupt an Karten zu gelangen, findest Du die nächste Abweichung zur Version Texas Hold‘em, bei der Du nicht bereits für Dein Blatt auf der Hand in den Chipstapel

7 Card Stud

7 Card Stud spielen

greifen musst. Nun geht es in die erste Setzrunde, in der Du nur noch dabei bleiben solltest, wenn Du die Chance siehst, aus Deinen Karten eine ordentliche Hand zu bilden. Beginnen mit dem Setzen darf der Spieler mit dem niedrigsten Wert auf seiner offen auf dem Tisch liegenden Karte, wobei im Falle des gleichen Werts die Farbe entscheidend ist. Dabei gilt Kreuz als niedrigste Farbe, gefolgt von Karo, Herz und abschließend Pik.

Die zweite Wettrunde:

Alle Spieler, die nach der ersten Wettrunde noch mit in der Hand verblieben sind, bekommen nun eine weitere offene Karte, das heißt, Du hast jetzt sowohl zwei nur Dir bekannte als auch zwei offene Karten, und musst überlegen, ob Du eine schöne und vor allem starke Kombination basteln kannst. Nun beginnt die zweite Setzrunde, ab der gemäß den Seven Card Stud Regeln jeweils der Spieler als Erster spielt, der die höchste offene Kombination vor sich auf dem Tisch liegen hat.

Die dritte und vierte Wettrunde:

Nach Abschluss der zweiten Wettrunde erhält jeder Spieler eine weitere offene Karte, die sowohl für Dich als auch Deine Gegner sichtbar ist. Es wird erneut gesetzt, und es heißt für Dich, so langsam alle möglichen Kombinationen Deiner noch verbliebenen Mitkonkurrenten durchzugehen. Nachdem alle Spieler im Pot wieder denselben Einsatz gebracht haben, beginnt die vierte Wettrunde, die ebenso verläuft wie die vorige. Wieder erhalten zunächst alle Spieler, die noch in der Hand verblieben sind, eine offene Karte und spätestens jetzt zeichnen sich doch die ersten ganz starken Kombinationen auf dem Tisch ab. Danach wird in derselben Art und Weise wie eine Runde zuvor gesetzt.

Die fünfte und letzte Wettrunde:

Alle Spieler, die jetzt noch in der Hand verblieben sind, erhalten ihre siebte und damit letzte Karte, dieses Mal wie ganz zu Beginn verdeckt. Du hast jetzt also drei nur Dir bekannte und vier offene Karten zur Verfügung, um daraus Deine bestmögliche Kombination zu bilden und damit Deine Mitstreiter auszustechen. Jetzt musst Du taktieren und möglichst genau abwägen, wie stark Deine Hand im Vergleich mit Deiner Konkurrenz ist. Wenn alle Spieler gleich viele Chips im Pot haben, kommt es zum Aufdecken der Karten. Gewonnen hat logischerweise, wer die beste Hand aus seinen sieben Karten bilden kann.

Wenn Du richtig mitgezählt hast, dann wirst Du erkannt haben, dass es beim 7 Card Stud im Vergleich zum Texas Holdem insgesamt eine Setzrunde mehr gibt, also insgesamt fünf statt vier Möglichkeiten, die Chips Deiner Konkurrenten in die Mitte des Tisches zu locken. Die unterschiedliche Anzahl an Wettrunden ist ein weiterer Gegensatz zum Texas Hold’Em.

Spielregeln und Setzen

7 Card Stud

Nachdem Dir die 7 Card Stud Regeln jetzt hoffentlich etwas klarer geworden sind, fehlt nur noch die genaue Erklärung des Setzens, bevor Du Dich ins Vergnügen stürzen und die Welt von 7 Card Stud Poker erkunden kannst. Dazu solltest Du wissen, dass 7 Card Stud nur sehr selten No limit, sondern meist Split limit gespielt wird, das heißt es gibt das Ante, das Lower limit und das Higher limit, wobei das Lower limit das zweifache Ante und das Higher limit das vierfache Ante ist.

Ganz wichtig beim Seven Card Stud Poker ist, dass der Einsatz eines Spielers pro Setzrunde maximal drei Mal erhöht werden darf. Das heißt, ein Spieler eröffnet die Runde mit einem Einsatz (Bet), dieser kann nun erhöht (Raise), weiter gesteigert (Reraise) und die Wettrunde mit einer allerletzten Steigerung (Cap) abgeschlossen werden.

Jetzt bleibt noch zu klären, wie viele Chips Du pro Wettrunde setzen darfst, dann steht dem großen Vergnügen absolut nichts mehr im Wege. Pro Runde darf beim 7 Card Stud Poker unterschiedlich gesetzt werden, das heißt, hier musst Du anfangs ein wenig aufpassen, es gelten folgende 7 Card Stud Regeln:

1. Wettrunde

Hier darfst Du maximal Lower limit setzen.

2. Wettrunde

In der Regel darfst Du auch hier maximal Lower limit setzen. Hast Du allerdings bereits mit Deinen beiden offenen Karten ein Paar, so darfst Du auch Higher limit setzen.

3. Wettrunde

Ab der 3. Wettrunde darfst Du immer den maximalen Einsatz, also Higher limit, setzen.

Auch wenn Dir wahrscheinlich die Regeln von Texas Hold‘em geläufiger sind und vor allem auch das Setzverhalten weit einfacher erscheint, solltest Du keinesfalls davor zurückschrecken, Seven Card Stud Poker einmal auszuprobieren. Die Vielfalt der möglichen Kombinationen und vor allem die Komplexität des Spiels wird Dich in seinen Bann ziehen, nicht umsonst spielen viele Profis lieber 7 Card Stud als Texas Hold‘em.

 

5 Card Draw

Poker ist wahrscheinlich eines der ereignisreichsten Spiele der Welt, bei keinem Kartenspiel kann sich binnen weniger Sekunden das Blatt so schnell wenden und vom sicheren Gewinner zum unglücklichen Verlierer einer Hand werden. Doch während mittlerweile fast nur noch die gängigen Versionen 7 Card Stud und Texas Hold’Em in den Casinos und bei den Turnieren gespielt werden, geraten echte Klassiker wie beispielsweise 5 Card Draw mehr und mehr in Vergessenheit – und das obwohl 5 Card Draw die wahrscheinlich älteste und einstmals bekannteste Variante ist, aus der sich mehr oder weniger alle heutigen Ableger des Pokerspiels entwickelt haben. Doch worum geht es beim 5 Card Draw eigentlich genau und warum haben Versionen wie Texas Hold‘Em dem 5 Card Draw mittlerweile den Rang abgelaufen?

Wir wollen Dir hier einmal genau die 5 Card Draw Spielregeln näher bringen und Dir die Faszination der ursprünglichen und wahrscheinlich ältesten Pokervariante aufzeigen.

5 Card Draw Regeln – so einfach geht das Spiel

Im Unterschied zu vielen anderen Varianten des Pokerspiels können beim 5 Card Draw maximal sieben Personen an einem Spiel teilnehmen, für ganz große Runden ist diese Version also eher nicht geeignet. Die 5 Card Draw Regeln allerdings sind denkbar einfach und dürften für Dich nicht weiter schwer zu verstehen sein, ich werde Dir diese Variante in mehreren Schritten näher bringen:

Die erste Wettrunde:

Vor Beginn eines Spiels muss jeder Teilnehmer das so genannte Ante in den Pot einzahlen, dies ist der zuvor festgelegte Grundeinsatz, um überhaupt Karten vom Dealer zu erhalten. Anschließend erhältst Du vom Geber, der pro Runde im Uhrzeigersinn weiterwechselt und nur einmal vor dem Spiel ermittelt wird, insgesamt fünf Karten einzeln und verdeckt. Aus diesen fünf Karten musst Du nun versuchen, Dir eine erfolgsversprechende Hand zu bilden und Dir zu überlegen, wie Du im Vergleich mit Deinen Gegenspielern dastehst.

Nach dem Austeilen der Karten erfolgt die erste Wettrunde, der Spieler links neben dem Dealer hat als Erster die Möglichkeit eine Aktion auszuführen. Er kann nun entweder abwarten oder innerhalb der erlaubten Grenzen einen Einsatz in den Pot zahlen. Sobald ein Spieler gesetzt hat, musst Du Dir gründlich überlegen, ob Deine Starthand stark genug ist, um den Einsatz mitzugehen oder ob Du nicht vielleicht auf bessere Karten warten solltest. Solltest Du Dich entscheiden mitzugehen, so musst Du den Einsatz der anderen Teilnehmer mitgehen, unter Umständen sogar noch Erhöhungen anderer Spieler, falls diese der Ansicht sind, dass sie den Einsatz des ersten Spielers noch einmal überbieten möchten. Haben alle Spieler nach der ersten Wettrunde die gleiche Anzahl an Chips in der Tischmitte, ist die erste Wettrunde beendet und es beginnt der Kartentausch, der sogenannte Draw.

Der Kartentausch:

Tisch beim Pokerstars

Pokern bei Pokerstars

Beim Draw kann nun jeder Spieler die ihm nicht benötigten Karten verdeckt abgeben und erhält vom Dealer die exakt gleiche Anzahl aus dem übrig gebliebenen Kartenstapel. Üblicherweise darf jeder Spieler maximal vier Karten tauschen, allerdings gibt es in den 5 Card Draw Spielregeln hier keine wirklich festgelegte Zahl, daher solltest Du mit Deinen Mitspielern vorher unbedingt ausmachen, wie viele Karten wirklich getauscht werden dürfen. Die Meinungen über die sinnvollste Lösung gehen hierbei auseinander, viele Experten plädieren für maximal drei Tauschmöglichkeiten, einige andere Menschen vom Fach sehen sogar den Tausch aller Karten als die beste Spielweise – deshalb nicht vergessen, vorher eine klare Regelung zu finden!

Ganz wichtig ist, dass einmal abgelegte Karten dem Stapel nicht wieder hinzugefügt werden dürfen und kein Spieler seine einmal abgestoßenen Karten wieder aufnehmen darf. Falls Dir und Deinen Mitspielern die Tauschkarten allerdings ausgehen sollten, so mischt der Dealer die von allen abgelegten Karten komplett neu durch und bedient dann die noch übrigen Spieler. Auch hier gibt es gemäß den 5 Card Draw Regeln eine ganz wichtige Sache zu beachten, die unterste Karte im Deck darf vom Dealer niemals vergeben werden. Hintergrund dieser Regel ist, dass Du oder ein anderer Spieler die Karte aufgrund der Handhaltung des Dealers gesehen und daher gegenüber anderen Teilnehmern einen Vorteil haben könntet.

Die zweite Wettrunde:

Nach dem Kartentausch erfolgt die zweite und bereits letzte Wettrunde. Nun gilt es für Dich Deine Chance auf einen Erfolg gegen die noch verbliebenen Zocker abzuwägen, unter Umständen sogar einen sogenannten Bluff zu wagen, falls Du der Auffassung bist, dass auch Deine Mitspieler keine besonders starken Hände vorzuweisen haben. Mit dem Setzen beginnen darf der Spieler, der in der ersten Wettrunde zuletzt erhöht hat, falls jedoch keine Erhöhung stattgefunden hat, ist wieder der Eröffner der ersten Wettrunde am Zug. Auch in dieser Setzrunde wird wieder wie in der ersten Wettrunde gesetzt, alle Spieler müssen nach maximal drei Erhöhungen entweder mitgegangen oder ausgestiegen sein. Sind alle Spieler ausgestiegen, so gewinnt der letzte noch verbliebene Spieler den Pot, falls noch mehrere Teilnehmer dabei sind, geht es in den Showdown.

Der Showdown:

Jetzt heißt es für Dich und Deine Mitspieler Farbe bekennen, jeder Zocker, der jetzt noch mit dabei ist, muss seine Hand vollständig zeigen. Es beginnt der Spieler, der zuletzt erhöht hat, danach wird reihum aufgedeckt - falls Du allerdings erkennen solltest, dass Du von einer anderen Hand bereits geschlagen bist, musst Du Deine Karten nicht zeigen und kannst sie verdeckt in den Stapel zurücklegen. Logischerweise gewinnt der Spieler mit der höchsten Hand den Pot, im Falle von gleichwertigen Kombinationen wird geteilt, ein so genannter Split Pot.

Einige Sonderregeln

Jackpots: Häufig gilt die Regel, dass Du die erste Wettrunde nur eröffnen darfst, wenn Du mindestens ein Paar Buben, auf Englisch Jacks genannt, oder ein höheres Blatt vorweisen kannst, das Du am Ende einer Runde auch zeigen musst. Solltest Du also bei der Kartentauschrunde Deine Buben oder Dein höheres Paar zerreißen müssen, um eine bessere Hand zu basteln, dann solltest Du Deine abgegebenen Karten unbedingt so zur Seite legen, dass Du später Deine regelkonforme Eröffnung beweisen kannst. Kann keiner der Spieler eine Wettrunde eröffnen, so bleibt der festgelegte Grundeinsatz jedes Teilnehmers im Pot und es werden vom nächsten Spieler neue Karten für das Spiel verteilt.

Spiel mit Joker: Ebenfalls in den 5 Card Draw Spielregeln zu finden ist die Variante mit 53 Blatt, es wird also dem Deck noch ein Joke beigemischt. Je nach Absprache kann der Joker entweder jede beliebige Karte ersetzen oder aber mit Einschränkungen, als sogenannter Bug, verwendet werden. Wird mit Einschränkungen gespielt, dann kann der Joker entweder zur Vervollständigung eines Straight, Flush, Straight Flush oder Royal Flush oder als Ass verwendet werden.

Eine ganz wichtige Regel allerdings darfst Du beim Spiel mit 53 Karten nicht vergessen, beim Spiel mit Joker nämlich bilden Fünf Gleiche (Five of a kind) die höchste Kombination und schlagen einen Royal Flush. Wird mit Einschränkungen gespielt und der Joker nur als Bug verwendet, sind allerdings gemäß den 5 Card Draw Regeln Fünf Asse die einzig mögliche Fünferkombination, da der Joker ja nur als Ass verwendet werden darf.

 

3 Card Poker

Vorstellung

3 Card Poker beim Yukon Gold Casino

Three Card Poker

Three Card Poker ist eine einfache Variante des Pokerspielens. Optimal gespielt erzielt man eine Rückzahlung von 97,99%, alles abhängig von den Auszahlungsquoten des jeweiligen Casinos. Es sind zwei Spiele in einem (siehe Spielregeln im nächsten Abschnitt), und der Spieler entscheidet selbst, ob er nur eins davon oder beide spielen will. Man spielt nicht gegen die anderen Mitspieler, sondern gegen den Dealer, und wie der Name schon verrät, besteht ein Pokerblatt in diesem Spiel aus nur 3 Karten. Es ist sehr einfach zu lernen, da es nur zwei Handlungsmöglichkeiten gibt, nämlich Play (das zugeteilte Blatt spielen) oder Fold (aus dem Spiel aussteigen).

Im folgenden Schema siehst Du die möglichen Pokerblätter beim 3 Card Poker und ihre Rangordnung. Bemerk bitte dass ein Straight (eine Straße) einen höheren Rang als ein Flush hat, was beim Poker nicht üblich ist. Das liegt daran, dass es bei nur drei Karten einfacher ist, einen Flush zu formen als einen Straight.

Pokerblatt Beispiel
Straight Flush Straight Flush
3 Gleiche 3 Gleiche
Straight Straight
Flush Flush
Ein Paar Ein Paar
Dame bis As als höchste Karte Dame bis As als höchste Karte
Bube oder weniger Bube oder weniger

Es wird mit einem Kartenspiel gespielt, und jeder Spieler bekommt drei Karten zugeteilt. Der Dealer erhält ebenfalls drei Karten, die alle verdeckt sind. Es werden keine weiteren Karten ausgegeben, deswegen stellt sich die Frage erst gar nicht, welche Karten zu behalten und welche nicht. Es geht einfach darum, mit den drei zugeteilten Karten ein besseres Pokerblatt als der Dealer zu haben.

Das Spiel besteht wie gesagt aus zwei Spielen, sprich Du kannst in einer Runde zwei verschiedene Wetten machen: Ante (Grundeinsatz) und Paar Plus. Ante funktioniert wie beim normalen Poker. Sie muss getätigt werden, um das Blatt zu spielen. Paar Plus ist eine Wette, bei der Du mindestens ein Paar oder höher haben musst um zu gewinnen. Beide Wetten werden gemacht, bevor man die drei Karten zugeteilt bekommt, und sie beziehen sich beide auf dieses eine Pokerblatt. Es ist nicht nötig, beide Wetten zu machen, aber der Spieler muss mindestens eine ausführen.

Spielregeln

Nachdem Du die Ante- und Paar Plus-Wette oder nur eine von beiden gemacht hast, werden die Karten ausgegeben. Du musst jetzt zwischen Play und Fold wählen. Wählst Du Play, musst Du noch mal den gleichen Betrag wie den der Ante setzen. Wählst Du Fold, verlierst Du alle Deine getätigten Einsätze - also sowohl die Ante als auch Paar Plus (falls Du beide gemacht hast).

Die Ante-Wette: Angenommen Du entscheidest Dich für Play. Jetzt deckt der Dealer seine drei Karten auf. Er muss mindestens eine Dame als höchste Karte oder ein besseres Blatt haben (siehe oben) um sich zu qualifizieren. Ist das nicht der Fall, gewinnst Du immer. Hier die möglichen Ausgänge des Spiels:

Außer dieser Auszahlungen bekommst Du auch noch einen extra Gewinn auf die Ante-Wette obendrauf, falls Du mindestens einen Straight auf der Hand hast:

Die Paar Plus-Wette: Bei dieser Wette spielt das Blatt des Dealers überhaupt keine Rolle, es geht nur um Deine Hand. Du musst mindestens ein Paar haben. Hast Du weniger, verlierst Du Deinen Einsatz, ansonsten gewinnst Du wie folgende Maßen:

Du brauchst bei Paar Plus nicht denselben Betrag wie bei der Ante-Wette zu setzen. Du kannst mehr, aber auch weniger setzen.

Strategie

Jetzt weißt Du schon, wie man 3 Card Poker spielt. Um es optimal zu spielen, musst Du Dir nur eine Sache merken und zwar: Besteht Dein Pokerblatt aus mindestens Dame, 6 und 4, spiele es (Play). Alles was darunter liegt, nicht spielen (Fold).

Für Pokeranfänger: Ein Blatt mit Dame, 7 und 3 ist besser als eins mit Dame, 6 und 4, da man erst die höchste Karte der beiden Blätter vergleicht (hier beide Dame), danach die zweithöchste, also 7 und 6. Die 7 ist höher als die 6, und damit interessiert uns die dritthöchste Karte der beiden Blätter gar nicht, und das Dame, 7 und 3 Blatt gewinnt.

Der letzte Tipp, der zugegebenermaßen den Reiz des Spiels sehr beeinträchtigt, lautet: Spiele nie die Paar Plus-Wette. Die Erklärung ist, dass der Vorteil des Dealers (im Englischen house edge) bei der kombinierten Ante- und Play-Wette 2,01% beträgt, bei der Paar Plus-Wette aber 2,32%. Deswegen lohnt es sich langfristig nicht die Paar Plus-Wette zu tätigen, da man ohne diese Wette eine höhere Rückzahlung erzielen kann.

Beachte bitte dass die am Anfang erwähnte Rückzahlung von 97,99% nur erreicht werden kann, wenn die Paar Plus-Wette nicht getätigt wird, und wenn die obenbeschriebenen Auszahlungsquoten vom Casino angewendet werden.

 

Let it Ride

Für Poker-Erfahrene ist Let it Ride sehr einfach zu lernen. Es gibt Casinos, in denen Black Jack und Videopoker Varianten zur Umsatzforderung ausgeschlossen sind, und dann erzielt Let it Ride die beste Rückzahlung (96,50%).

Wenn Du in einem Casino spielst, das die Software von Microgaming benutzt, nennt man Let it Ride für "Poker Pursuit", und es ist ein bisschen anders als bei den Cryptologic Casinos: Wenn man hier Let it Ride will, heißt es Raise, und Pull Bet heißt Call.

Das Spiel beginnt damit, dass jeder Spieler drei Wetten mit gleich großem Einsatz macht (hier können wir empfehlen, zwischen 2$ und 5$ pro Feld zu setzen). Danach bekommt man 3 offene Karten und der Dealer 2 verdeckte Karten - hier muss es erwähnt werden, dass der Dealer nicht gegen Dich, sondern mit Dir spielt. Es geht jetzt darum - wie beim Poker - 5 möglichst gute Karten zu bekommen (siehe unten). Jetzt kommt die erste Wahl: Hat man gute Karten, lässt man seine erste Wette liegen (Let it Ride), hat man schlechte Karten, zieht man sie zurück (Pull bet). Danach deckt der Dealer seine erste Karte auf. Jetzt hat man wieder die Wahl, ob man die zweite Wette liegen lassen möchte oder sie zurückziehen will. Dann deckt der Dealer seine zweite Karte auf, und jeder Spieler erhält folgende Auszahlung:

Name Auszahlung (mal den Einsatz) Beispiel
Royal Flush x 1000 Royal Flush
Straight Flush x 200 Straight Flush
Four of a Kind x 50 Four of a Kind
Full House x 11 Full House
Flush x 8 Flush
Straight x 5 Straight
Three of a Kind x 3 Three of a Kind
Two Pairs x 2 Two Pairs
Tens or Better x 1 Tens or Better

Bemerkungen: Du solltest die Möglichkeit nicht benutzen, zusätzlich auf Bonus Payout zu wetten, da die Rückzahlung hier schlecht ist. Wenn Du eine Wette zurückziehst, trägt sie immer noch zur Erfüllung der Umsatzforderung bei, was von großem Vorteil ist - dies gilt jedoch nicht bei Casinos, die Microgaming Software benutzen.

Ebenfalls ein wesentlicher Vorteil bei Let it Ride ist, dass der Einsatz nur groß ist, wenn man gute Karten hat. Bei schlechten Karten kann man ja zwei der drei Wetten zurückziehen und riskiert dadurch nicht viel. Wettet man 2$ pro Feld, hat man deshalb die Chance 6000$ zu gewinnen, wenn man einen Royal Flush bekommt - das ist natürlich nicht so wahrscheinlich, aber 300$ bei Four of a Kind ist gar nicht unmöglich ;-)

Die Strategie

Mit drei offenen Karten solltest Du nur "Let it Ride" wählen, wenn Du eines von folgenden Blättern hast:

Mit vier offenen Karten solltest Du nur "Let it Ride" wählen, wenn Du eines von folgenden Blättern hast:

 

Caribbean Stud Poker

Caribbean Poker

Hier ist eine weitere Poker-Variante, die wir allen Poker-Fans empfehlen können. Caribbean Stud Poker oder Cyberstud Poker, wie es bei manchen Casinos auch genannt wird, ist besonders für seine großen Jackpots bekannt. Die Jackpots bei den Microgaming und Cryptologic Casinos werden sogar manchmal so gross, dass die Rückzahlung der so genannten "Side Bet" über 100 % liegt (mehr dazu später).

Wie auch bei Three Card Poker spielt man bei dieser Variante von Online Poker spielt nicht gegen die anderen Spieler am Tisch, sondern jeder gegen den Dealer. Es ist ein unkompliziertes Spiel und deswegen sehr einfach zu lernen. Man spielt nur mit dem Blatt, das man zugeteilt bekommt, keine Karten können ausgetauscht werden.

Spielregeln

Das Spiel fängt damit an, dass jeder Spieler einen Anfangseinsatz (ante) in das Ante-Feld platziert. Danach erhält jeder Spieler 5 Karten, die nur er einsehen kann. Der Dealer bekommt ebenfalls 5 Karten, wovon eine aufgedeckt ist. Jetzt hat jeder Spieler 2 Möglichkeiten: erhöhen oder aussteigen. Beim Erhöhen muss der Spieler den doppelten Betrag seines Anfangeinsatzes setzen, beim Aussteigen verliert er seinen Einsatz.

Nach dem Setzen deckt der Dealer seine restlichen Karten auf. Um das Spiel fortsetzen zu können, muss das Blatt des Dealers der Mindestanforderung entsprechen, wenigstens ein Ass und einen König aufzuweisen.
Wenn nicht erhalten alle Spieler eine 1 zu 1 Auszahlung auf ihren Anfangseinsatz, und Einsatzerhöhungen gelten als Gleichstand (push).
Erfüllt das Blatt des Dealers die Mindestanforderung, dann wird es mit den Blättern jedes einzelnen Spielers verglichen.
Wenn der Dealer das bessere Blatt hat, verliert der Spieler sowohl seinen Anfangseinsatz als auch seine Einsatzerhöhung. Bei Gleichstand bekommt der Spieler seine Einsätze zurück. Gewinnt der Spieler, so erhält er für seinen Anfangseinsatz eine 1 zu 1 Auszahlung, und auf seine Einsatzerhöhung wird er nach folgender Tabelle bezahlt (gilt für die Cryptologic Casinos):

Name Auszahlung (mal den Einsatz) Beispiel
Royal Flush x 200 Royal Flush
Straight Flush x 50 Straight Flush
Four of a Kind x 20 Four of a Kind
Full House x 7 Full House
Flush x 5 Flush
Straight x 4 Straight
Three of a Kind x 3 Three of a Kind
Two Pairs x 2 Two Pairs
One Pair x 1 One Pair

Strategie

Um optimal zu spielen, soll der Spieler, wenn er irgendein Paar oder besser auf der Hand hat, seinen Einsatz erhöhen. Bei allen Kartenkombinationen niedriger als Ass/König soll er aufgeben, und bei einer Kartenkombination mit Ass/König als höchstes soll er manchmal erhöhen, manchmal aufgeben - wenn eine der 3 folgenden Begebenheiten zutrifft, dann erhöhen:

Mit dieser Strategie erzielst Du eine Rückzahlung von 94,79 % bei den Cryptologic Casinos und 94,99 % bei den Microgaming Casinos.

Progressiver Jackpot Side Bet

In Caribbean Stud Poker hat der Spieler die Wahl, einen Side Bet (eine extra Wette nebenbei) von $1 zu machen, die bei einem Flush oder besser eine Auszahlung auslöst. Die Auszahlungstabellen variieren von Casino zu Casino, aber die beinhalten immer einen progressiven Jackpot, wobei 100 % des Jackpot-Zählers für einen Royal Flush und 10 % für einen Straight Flush ausgeschüttet wird. Bei den Cryptologic Casinos sieht die Tabelle so aus:

Name Auszahlung
Royal Flush 100 % des Jackpots
Straight Flush 10 % des Jackpots
Four of a Kind $500
Full House $100
Flush $50

Es passiert manchmal, dass die Jackpots bis auf über $218.047 klettern, und in diesen Fällen wird eine Rückzahlung des Side Bets von über 100 % erreicht.

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