Poker Geld Management
Von Markus, CasinoVerdiener
Wie man seine Poker Bankroll organisiert
Wie vieles im Leben klingt Bankroll erst einmal super - gemeint sind
damit aber im Englischen ursprünglich tatsächlich nur diese recht
banalen Münzrollen
Zu viele beginnende Pokerspieler schätzen die benötigten finanziellen Mittel für einen gegebenen Zeitraum (vor allem wenn dieser länger andauert) falsch ein. Das Geld, das Du Dir zum Poker spielen leisten kannst und eventuell verlierst, wird gewöhnlich als Bankroll bezeichnet. Weil Poker einen unstetigen Ertrag mit großen Schwankungen bringt, stehen die Chancen gut, dass Du entweder ziemlich viel Geld beim Pokern gewinnst oder eine große Summe verlierst. Besonders tückisch ist das deshalb, weil das erst einmal unabhängig von deinen Fähigkeiten gilt - auch der beste Spieler kann lange Verlustserien haben, und auch der schlechteste Spieler erwischt Glückssträhnen. Das gilt besonders für das Onlinepoker, weil hier das Spiel in seinen Abläufen sehr viel schneller ist als im richtigen Leben und Du zudem an mehreren Tischen gleichzeitig spielen kannst.
Klein anfangen, langsam steigern
Anfänger sollten versuchen, an Low Limit-Tischen (Tischen mit geringen Einsätzen) mit dem Spielen zu beginnen, um ein wirkliches Gefühl für das Spiel zu bekommen und auch, um große Verluste zu vermeiden - ein gewisses Lehrgeld muss man schlicht einplanen. Auch wenn es Dir vielleicht lächerlich erscheint um ein paar Centbeträge zu spielen ist es wirklich hilfreich mit diesen zu beginnen; nur so lernst Du gut zu spielen und Dich an das Auf und Ab zu gewöhnen. Oft beginnen neue Spieler mit zu kleinen oder zu großen Geldbeträgen am Tisch. Beides hat seine Vor- und Nachteile, aber gerade als Anfänger sollte man sich eher mit einem kleineren Einsatz einkaufen (1-3% deiner Poker Bankroll). Da man mit weniger zur Verfügung stehendem Geld meist das tückische Spiel nach dem Flop (nachdem die ersten drei Gemeinschaftskarten auf den Tisch gelegt werden) nicht spielt, weil man bei geeigneten Karten meistens schon vor oder beim Flop All-In geht, ist es leichter gut zu spielen (beachte: dies gilt nur für No Limit-Spiele). Die Leitlinien unten werden Dir helfen, dich mit einem ausreichenden Betrag einzukaufen und vor allen Dingen ein vernünftiges Poker Geld Management zu erlernen.
Auch erfahrene Spieler machen Fehler mit ihrer Bankroll
Ein großer Fehler ist, zu zeitig die Einsätze zu steigern. Wenn Du über ein paar Tage oder Wochen in etwa +-0 Profit erspielt hast oder auch deutlich im Plus bist, könntest Du denken, dass es eine gute Idee wäre, ein höheres Limit (Einsatzniveau) zu spielen. Dies ist nicht der Fall! Du solltest Dich mindestens einige Wochen oder Monate bei einem Limit aufhalten; erst wenn Du Dir sicher bist, dieses Limit wirklich langfristig schlagen zu können, solltest Du ein Limit höher gehen. Was ist mit langfristig gemeint? Das wird streng genommen davon abhängen, wie häufig Du spielst - damit Du dir aufgrund der mitunter erstaunlich großen Schwankungen jedoch wirklich sicher sein kannst, solltest Du schon um die 10.000 Einzelhände absolviert haben. Bist Du danach satt im Plus, ist es an der Zeit, dein Glück eine Stufe weiter oben zu versuchen.
Weiterbilden ist wichtig
Die Bankroll zu schützen ist extrem wichtig - viele eigentlich gute
Spieler scheitern, weil sie zu viel Geld auf einmal riskieren.
Wenn Du dich nun am nächsthöheren Einsatzniveau versuchst, solltest Du dir klarmachen, dass auch deine Gegner in aller Regel besseres Poker spielen werden. Kurz: Du musst Dich immer weiter bilden, denn auf höheren Limits wissen ein Großteil deiner Gegner auch schon einiges übers Poker spielen, also lies Dir auf jeden Fall spätestens dann die Fortgeschrittenen und Experten Artikel in unserer Pokerschule durch. Bilde Dich auch sonst weiter, kauf Dir beispielsweise Pokerbücher. Wenn du die Möglichkeit hast, schau dir Coachingvideos an, um besser zu werden und um zu sehen wie die Profis spielen. Auch solltest Du Dich mit anderen Pokerspielern austauschen und die eine oder andere gespielte Hand mit Mitstreiterndiskutieren - nur über Analyse kannst Du auch dazu lernen und besser werden. Vergiss nie, das dies ein Prozess ist, der nie abgeschlossen ist!
Vorsicht vor den höheren Limits - die 1% Regel
Auf dem nun Dir neuen Limit ist deine Bankroll nun etwas in Gefahr, da Du vielleicht auf Spieler triffst, die für dich zu stark sein könnten. Dann könnte dir drohen bei diesen höheren Limits zu passiv zu spielen, weil du Hemmungen aufbaust. Vermeide dies unter allen Umständen, es darf Dir nicht wehtun Geld zu verlieren - das ist immer ein Indiz dafür, dass Du für das entsprechende Limit noch nicht bereit bist. Bei den niedrigen Limits empfiehlt es sich, niemals mehr als 3% deiner gesamten Bankroll mit an den Tisch zu nehmen - auf einem neuen Limit solltest du sogar noch vorsichtiger sein. Bevor Du dich an das neue Limit nicht gewöhnt hast, solltest Du niemals mehr als 1% mit an den Tisch nehmen. Nach ca. 1.000 gespielten Händen kannst Du dich wieder auf die 3% zu bewegen, sofern Du dich damit wohlfühlst. Beachte dabei immer, dass Poker vor allen Dingen Spaß machen sollte - ist das nicht mehr der Fall, ist es an der Zeit zu unterbrechen.
Wieviel Du maximal riskieren solltest
Ein guter Leitfaden für ein vernünftiges Geldmanagment ist es, nicht mehr als 3% deiner jeweils aktuellen Bankroll an einen Tisch zu bringen. Bei einem Gesamtkapital in Höhe von 1.000€ wären das also genau 30€, alles was darüber hinaus geht, kann Dich schnell an den Rand des Ruins führen. Professionelle Pokerspieler gehen im Übrigen meist mit grade mal 1% ihrer Bank an den Tisch - prinzipiell ist das auch eine empfehlenswerte Richtlinie bei steigenden Einsätzen.
Spiele nur mit Geld das Du nicht benötigst
Man denkt gerne, eine große Bankroll sei leicht
verdient - aber dahinter steckt immer harte Arbeit
und viel Geduld.
Wichtig: Mit der Bankroll ist immer nur das Kapital gemeint, dass dir ausschließlich zum Poker spielen zur Verfügung steht - dies sollte immer ein abgezweigter Betrag sein, den Du entbehren kannst und für keine deiner anderen Ausgaben gedacht ist. Der Verlust des Gesamtbetrages sollte dich zu keinem Zeitpunkt in eine auch nur leicht problematische Lage bringen!
Bist Du ein Gewinner oder ein Verlierer?
Bist Du ein Huhn oder ein Adler? Hai oder Fisch? Für die wenigen professionellen Pokerspieler (im Verhältnis zum Gesamtaufkommen) kommt es ganz gelegen, dass die meisten Spieler hauptsächlich aus Spaß am Spiel spielen. Wenn Du nicht zu 100% aufs Gewinnen fokussiert bist, sondern spielst, um einfach eine schöne Zeit zu verbringen, dann gehörst Du zu den ca. 95% aller Spieler, auf Dauer Verluste einfahren - das ist der normale Zustand und liegt in der Natur der Sache. Wenn Du vorhast wenigstens nichts zu verlieren oder gar zu gewinnen, und vielleicht sogar eine richtige Karriere als Pokerspieler in Betracht ziehst, dann solltest Du immer versuchen dein Spiel zu verbessern. Talent benötigst Du sowieso, aber zusätzlich benötigst Du auch erheblichen Ehrgeiz und Fleiß. Praxis und Theorie sind gleichermaßen wichtig - spiele viel und lerne (lies) viel über Poker.
Zum Geleit
Diese Pokerschule gibt dir gute Anhaltspunkte dafür, wo Du ansetzen musst, um erfolgreich zu sein - und wenigstens auf den niedrigen Limits sollte sich für jeden mit ein wenig Ehrgeiz ein bescheidener Gewinn machen lassen; Du wirst sehen, dass sich Dein Spiel in nur etwa 50-75 Stunden Spielzeit erheblich verbessert und Du kannst bereits Profit erwirtschaften, wenn Du diese Techniken etwa 100 Stunden geübt hast. Es ist eine gute Idee, während dieser 100 Stunden diese Strategien mehrere Male durchzugehen – mindestens zwei Mal – so dass Du ein Gespür für sie entwickelst, das es Dir ermöglicht, die richtige Poker Strategie in der richtigen Situation anzuwenden. Und dann: Üben, üben, üben!
Für weitere Fragen zum Poker Geld Management stehen wir selbstverständlich gerne zur Verfügung. Ihr erreicht uns wie unter Kontakt beschrieben.
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