Pferdewetten

Geschichte und aktuelle Situation

Sowohl im antiken Griechenland, wie auch im alten Rom war das Pferderennen eine äußerst beliebte Sportart. Bei den damaligen Pferderennen wurden Streitwagen mit zwei oder vier Pferden verwendet.

Wagenrennen: bereits in der Antike beliebt

Die Wagenlenker der damaligen Zeit lebten sehr gefährlich. Zusammenstöße der Wagen waren keine Seltenheit und auch tödliche Unfälle gehörten zum Alltag im Rennsport der damaligen Zeit. Im Gegensatz zu den Griechen hielten die römischen Wagenlenker die Zügel nicht lose in der Hand, sondern schlangen sie um die Handgelenke. So hatten sie zwar eine deutlich bessere Kontrolle über ihre Pferde und konnten auch waghalsige Manöver ausführen, allerdings wurden sie bei Unfällen auch oft hinter ihrem Gespann her geschleift. Auch wenn die Wagenlenker für diesen Fall ein Messer bei sich trugen um die Zügel durchschneiden zu können, kam es des Öfteren vor, dass Fahrer zu Tode geschleift oder schwer verletzt wurden. – Was durchaus dem Geschmack des Publikums entsprochen haben dürfte, welches ja auch andere blutige Spektakel wie zum Beispiel Gladiatorenkämpfe gewohnt war.

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Der bekannte amerikanische Spielfilm „Ben Hur“ aus dem Jahre 1959 thematisiert die Wagenrennen des alten Roms. Mit einem Budget von 15 Millionen US-Dollar zählt „Ben Hur“ zu einer der aufwändigsten Produktionen der Filmgeschichte.

Wagenrennen hatten auch eine politische Bedeutung

In der Spätantike dienten die Wagenrennen nicht allein der Unterhaltung, sondern waren auch von politischer Relevanz. Die Anhänger der einzelnen „Mannschaften“ lieferten sich teilweise heftige Auseinandersetzungen vor und nach den Rennen. Jeder Mannschaft hatte eine bestimmte Farbe, die wiederum für eine bestimmte Volksschicht stand. So kam es, dass Konflikte zwischen Adel und Proletariat nicht komplett offen, sondern in Form von Wagenrennen ausgetragen wurden. Die Rennen waren also auch eine Art Ventil für die Meinungsverschiedenheiten der einzelnen Volksschichten.

Auch für den römischen Kaiser waren die Wagenrennen sehr wichtig. Bei dieser Gelegenheit zeigte er sich dem Volk und betonte seine Wohltätigkeit. Für das Ansehen eines Kaisers waren gelungene und aufwendig veranstaltete Wagenrennen von großer Bedeutung.

Auch wenn heutzutage die meisten Pferderennen beritten ausgetragen werden, hat sich das Wagenrennen bis in die Gegenwart gehalten. Beim Trabrennen kommen immer noch Pferdewagen zum Einsatz, allerdings sitzen die Fahrer nun im Wagen und stehen nicht mehr. Auch die Gefahr für die Teilnehmer ist deutlich geringer geworden.

Auch heute noch ist das Pferderennen für einige Gesellschaftsschichten eine gute Möglichkeit, sich zu präsentieren und Kontakte zu knüpfen. Es hat aber längst nicht mehr die politische Bedeutung der damaligen Zeit.

Der Ursprung des modernen Galopprennens liegt in England

England gilt als das Mutterland des Pferderennens. Bereits im 18. Jahrhundert begannen die Engländer, Jockeys auf Pferden gegeneinander antreten zu lassen. In dieser Zeit haben sich auch die sogenannten „Rennwochen“ entwickelt, in denen besonders hoch dotierte Pferderennen abgehalten werden. Die normalen Rennen finden aber über das ganze Jahr verteilt statt, an nahezu jedem Wochenende lässt sich für rennsportbegeisterte Zuschauer eine Veranstaltung in England finden.

Vor allem im 19 Jahrhundert wurden zahlreiche Pferderennbahnen gebaut und sind bis heute erhalten. Traditionsreiche Rennen finden teilweise auch heute noch nahezu unverändert statt. Das Regelwerk wurde natürlich regelmäßig überarbeitet und an die aktuelle Zeit angepasst, dennoch sind Pferderennen insgesamt Veranstaltungen, bei denen viele alte Traditionen gepflegt werden.

Wetten gehören zum Pferderennen dazu

Schon ganz früh bei den ersten Pferderennen entfaltete sich der Reiz des Spiels um Geld. Bei den alten Römern und auch bei den Griechen wurden unter den Zuschauern der Rennen Wetten abgeschlossen. Während anfangs noch direkt mit einem anderen Zuschauer, meist einem Freund oder Bekannten, gewettet wurde, und die Wette mit Handschlag besiegelt wurde, etablierten sich vor allem in England bald professionelle Buchmacher, bei denen Wetten aller Art angenommen wurden. Dieses System ist bis heute bewährt und die Zuschauer können so direkt an der Rennbahn ihre Wetten platzieren. Aber auch wer nicht direkt beim Rennen dabei ist, kann vor allem in England in vielen niedergelassenen Wettshops bereits einige Zeit vor dem Rennen eine Wette platzieren.

Seit einigen Jahren wird das Wetten über das Internet immer beliebter. Hier sind die Kunden nicht auf die Öffnungszeiten der Buchmacher angewiesen, sondern können rund um die Uhr ihre Tipps abgeben. Auch die Auszahlung der Gewinne erfolgt bequem online. Beim Wetten im Internet kann außerdem auf eine deutlich größere Anzahl von Sportereignissen getippt werden als bei den meisten niedergelassenen Buchmachern. Sogar wenn man direkt bei einem Pferderennen als Zuschauer anwesend ist, ist es möglich einen Tipp übers Internet abzugeben und sich so die Warteschlange vor dem Wettschalter zu ersparen. Die meisten Online-Buchmacher bieten ihre Dienste nämlich auch in einer mobilen Version an, so dass die Wetten bequem per Handy platziert werden können.

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Die rechtliche Situation bei Pferdewetten

Ähnlich wie beim Glücksspiel, variieren auch die Gesetze bei Pferdewetten, beziehungsweise Wetten im Allgemeinen, je nach Land oder Region. Auch wenn in der Vergangenheit das Wetten um Geld in einzelnen Ländern immer wieder mal verboten war, gewettet wurde immer und überall.

In Deutschland sind Sportwetten erlaubt, vorausgesetzt der Anbieter besitzt eine gültige und in Deutschland anerkannte Lizenz und führt für jede Wette die von einem deutschen Kunden platziert wird eine Wettsteuer in Höhe von 5% an das deutsche Finanzamt ab. Das gilt nicht nur für die niedergelassenen Buchmacher, sondern insbesondere auch für die zahlreichen Anbieter von Online-Wetten.

Pferderennen und Pferdezucht

Für die Zucht von Rennpferden werden in der Regel nur Tiere verwendet, die bei Rennen besonders erfolgreich waren oder sind. Dies soll sicherstellen, dass besonders leistungsfähige Tiere gezüchtet werden. Ein erfolgreiches Rennpferd wird deutlich häufiger zur Zucht eingesetzt, als eines mit mittelmäßigen Platzierungen. Auch Pferde, deren Vorfahren oder Nachkommen ihr Können bei Pferderennen unter Beweis gestellt haben sind sehr gefragt, da diese ja einen Teil der Gene gemeinsam haben.

Die Haltung und das Training eines Rennpferdes sind sehr kostspielig. Daher gibt es häufig Eigentümergemeinschaften, welche die teuren Tiere gemeinsam „verwalten“. Auch Preisgelder oder der Erlös aus einem eventuellen Verkauf des Tieres werden innerhalb der Eigentümergemeinschaft aufgeteilt.

Da die Preisgelder für die erfolgreichen Pferde bei den Rennen sehr hoch sind, lässt sich mit Rennpferden sehr viel Geld verdienen, vorausgesetzt, man trifft die richtigen Entscheidungen und hat dazu noch ein wenig Glück. Ein teures Rennpferd zu besitzen gilt außerdem in gewissen gesellschaftlichen Kreisen als  Statussymbol. So kommt es, dass die Besitzer vieler wertvoller Rennpferde oftmals selber gar nicht besonders viel Ahnung vom Rennsport oder von Pferden und deren Haltung und Training haben. Dies wird dann dem qualifizierten Personal überlassen.

Ob sich die Haltung und die Zucht teurer Rennpferde finanziell lohnt, hängt maßgeblich vom Erfolg ab. Mit den Preisgeldern und den Verkaufserlösen der gezüchteten Pferde müssen die hohen Kosten der Zucht und des Trainings erst einmal gedeckt werden, bevor ein Gewinn verbucht werden kann.

Pferderennen in Deutschland

In Deutschland sind Pferderennen längst nicht so populär wie in England. Während dort die Medien groß über die wichtigsten Rennen berichten und sich auch die politische und gesellschaftliche Prominenz regelmäßig bei den Rennen blicken lässt, werden die Rennen hierzulande in deutlich kleineren Kreisen ausgetragen. Dennoch gibt es auch in Deutschland etwas über 50 Rennbahnen, und auch hier gilt ein Rennen in manchen Kreisen als ein gewisses gesellschaftliches Ereignis. Die wichtigsten Austragungsorte für den Pferderennsport sind:

  • Baden-Baden
  • Bremen
  • Dortmund
  • Frankfurt am Main
  • Hamburg
  • Berlin
  • Köln
  • Krefeld
  • Mülheim an der Ruhr
  • München

Auch in Deutschland besteht bei den meisten großen Rennen die Möglichkeit, seine Wette direkt bei einem Buchmacher an der Rennbahn abzugeben. Aber auch einige Online-Buchmacher haben deutsche Pferderennen bereits in ihr Programm aufgenommen, so dass viele Wettfreunde für ihre Wetten das Internet nutzen. Zu den Anbietern, die auch Pferdewetten im Programm haben zählen zum Beispiel Bet365, Betfair und William Hill.

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Die Ermittlung der Wettquote am Totalisator

Bei der klassischen Form der Pferdewette werden keine festgelegten Wettquoten vorgegeben. Die Wettteilnehmer wetten nicht gegen einen Buchmacher, sondern gegeneinander. Somit wird die Quote für ein Pferd ausschließlich dadurch bestimmt, wie viele Teilnehmer auf dieses Pferd gesetzt haben. Nach Abzug des vorher festgelegten Anteils für den Wettanbieter werden bei einer Totalisator Wette alle Einnahmen wieder in Form von Gewinnen an die Sieger ausgeschüttet.

Während bei Wetten direkt an der Rennbahn in der Regel der Totalisator eingesetzt wird, sind die Quoten im Internet in der Regel von den Buchmachern vorgegeben. Im Gegensatz zu einer an der Rennbahn platzierten Wetten kann man sich hier also bereits im Vorfeld ausrechnen, wie viel Geld man im Falle einer siegreichen Wette erhält.

Die verschiedenen Wettmöglichkeiten beim Pferderennen

Es gibt mehrere unterschiedliche Arten von Wetten, auf die beim Pferderennen Geld gesetzt werden kann. Die vier gängigsten Pferdewetten werden eigentlich bei jedem offiziellen Rennen angeboten:

  • Die Sieg-Wette: Dies ist die einfachste und zugleich auch am meisten gespielte Pferdewette. Getippt wird der Sieger des Rennens.
  • Die Platz-Wette: Es wird auf ein bestimmtes Pferd gesetzt. Damit die Wette als gewonnen gilt, muss das Pferd einen der ersten drei Plätze (bei sechs oder weniger Startern einen der ersten zwei Plätze) erreichen.
  • Die Zweier-Wette: Der Einlauf der ersten zwei Pferde muss in der richtigen Reihenfolge vorhergesagt werden.
  • Die Dreier-Wette: Die Reihenfolge der ersten drei Pferde muss richtig vorhergesagt werden.

Bei einigen großen Rennen oder bei Online-Buchmachern, die sich auf Pferdewetten spezialisiert haben, gibt es außerdem noch einige Sonderformen der Pferdewette:

  • Platzzwilling: Es werden 2 Pferde getippt, die beide unter den ersten 3 landen müssen. Die Reihenfolge ist dabei egal.
  • Vierer Wette: Diese Wettform erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Ebenso wie bei der Zweier- oder Dreier-Wette muss hier die richtige Reihenfolge der ersten vier Pferde vorhergesagt werden. Bei einer Vierer-Wette gibt es in der Regel hohe Beträge zu gewinnen, allerdings ist die Gewinnwahrscheinlichkeit auch dementsprechend gering.
  • TOP-Wette: Die Sieger von mehreren verschiedenen Rennen des Tages müssen korrekt vorhergesagt werden. Bei einer TOP-6-Wette müssen zum Beispiel die Sieger aus 6 Rennen richtig getippt werden. Eine Sonderform der TOP-Wette ist die Finish-Wette: Hier müssen die Sieger der letzten 3 Rennen des Tages getippt werden.

Vor dem Rennen: Der Aufgalopp

Beim sogenannten Aufgalopp laufen die Pferde vor dem eigentlichen Rennen in der Regel dicht an der Tribüne vorbei zur Startmaschine. Die Bezeichnung „Aufgalopp ist dabei irreführend, die Pferde galoppieren dabei nämlich keineswegs, sondern werden in ruhigem Tempo geführt.

Beim Vorbeilaufen an der Tribüne erhalten die Zuschauer die Möglichkeit, die Tiere aus der Nähe zu betrachten. Somit dient der Aufgalopp zwar durchaus auch zum Aufwärmen der Tiere, vor allem aber als Teil der Zeremonie für die Zuschauer.

Das „tote Rennen“: Ein Rennen ohne eindeutigen Sieger

Gelangen bei einem Rennen die ersten beiden Pferde genau gleichzeitig ins Ziel, so spricht man von einem toten Rennen. Ein solches Rennen hat keinen eindeutigen Sieger. Aber wie verhält es sich mit den Wetten, die auf ein solches Rennen platziert wurden?

Die Wettgewinne werden, genau wie die Siegprämien für die Pferde, zu gleichen Anteilen unter den Teilnehmern aufgeteilt. Für eine Sieg-Wette auf eines der beiden ersten Pferde bedeutet das, dass die Wette so gewertet wird, als wäre nur der halbe Einsatz gesetzt worden. Dadurch kann es mitunter vorkommen, dass der Gewinn niedriger ist, als der ursprüngliche Einsatz.

Ein wichtiger Faktor bei Pferdewetten: Die Bankroll

Wer nur einmal zum Spaß eine Pferdewette abschließen möchte, für den spielen Überlegungen zur sogenannten Bankroll keine Rollen. Hier wird einfach ein Geldbetrag in eine Wette investiert, dessen Verlust verschmerzt werden kann. Das Geld für die Wette sollte hier eher als „Freizeitvergnügen“ betrachtet werden. Wenn dabei ein Gewinn herausspringt, so ist das natürlich umso besser.

Wer aber regelmäßig an Pferdewetten teilnehmen möchte, der sollte sich unbedingt eine sogenannte Bankroll für diese Zwecke beiseite legen. Die Bankroll sollte nicht als Teil des Geldes betrachtet werden, welches für die täglichen Ausgaben oder als Investition in die Zukunft benötigt wird. Sie dient einzig und allein zum Wetten.

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Ziel eines jeden Wettteilnehmers ist es, die Bankroll anwachsen zu lassen. Aber auch bei einer Pechsträhne möchte man kein weiteres Geld aus dem Privatvermögen in die Bankroll investieren. Um dies zu erreichen, ist ein solides Bankroll-Management von großer Bedeutung.

Es wird pro Wette immer nur ein kleiner Anteil der Bankroll investiert, so dass sich Schwankungen des Guthabens nach Möglichkeit nur im oberen Anteil der Bankroll abspielen und niemals das gesamte zur Verfügung stehende Geld betreffen. Sinkt die Bankroll, so wird pro Wette weniger Geld investiert. Bei steigender Bankroll dagegen können die gesetzten Beträge dementsprechend erhöht werden. So steht auch nach verlorener Wette immer noch ein großer Anteil des gesamten Geldes zur Verfügung, um weitere Wetten zu planen.

Wie riskant sollte ein Bankroll-Management sein?

Je nachdem, ob der Wettteilnehmer im schlimmsten Fall bereit ist, weiteres Geld aus seinem Privatvermögen in seine Bankroll zu investieren oder nicht, sollte das Bankroll-Management angepasst werden.

Bei einem konservativen Bankroll-Management soll nach Möglichkeit ausgeschlossen werden, dass der Wettteilnehmer „Broke geht“, also seine gesamte Bankroll verliert. Je geringer der gesetzte Betrag im Vergleich zur gesamten Bankroll ist, desto geringer ist auch das Risiko.

Hat der Wettteilnehmer dagegen eine größere Risikobereitschaft und kann es sich im schlimmsten Fall auch leisten, die gesamte Bankroll zu verlieren, so kann er durchaus auch eine riskantere Form des Bankroll-Managements wählen. Werden in Relation zur Bankroll größere Beträge eingesetzt, so ist zwar das Risiko eines Totalverlustes deutlich größer, aber auch die Gewinne die in kurzer Zeit gemacht werden können sind natürlich höher.

Eine relativ verbreitete Form eines riskanten Bankroll-Managements ist das sogenannte „Chasing Losses“, also das schnelle Zurückholen zuvor gemachter Verluste. Hierzu wird der Einsatz nach einer verlorenen Wette deutlich erhöht, so dass mit der nächsten gewonnen Wette die Verluste aus der letzten Wette wieder ausgeglichen werden. Wird die nächste Wette ebenfalls verloren, so wird der Einsatz erneut erhöht, so lange bis die Bankroll wieder auf dem ursprünglichen Stand ist. Es ist ein Vorteil dieser Taktik, dass Verluste so schnell wieder ausgeglichen werden können, allerdings besteht hier auch die erhebliche Gefahr, die gesamte Bankroll zu verlieren. Daher sollte diese Version des Bankroll-Managements nur angewendet werden, wenn im Falle eines Verlustes noch genügend Geld zur Verfügung steht, um eine neue Bankroll anlegen zu können.

Kombiwette oder normale Siegwette?

Bei den sogenannten Kombiwetten kann viel Geld mit einem Schlag gewonnen werden. Allerdings ist das Risiko zu verlieren bei diesen Wetten auch deutlich höher. Daher gilt die Kombiwette unter vielen regelmäßigen Wettteilnehmern als das „Lottospiel unter den Pferdewetten“. Je mehr Einzelereignisse bei einer Kombiwette richtig vorhergesagt werden müssen, desto unwahrscheinlicher ist es, dass die Wette gewonnen wird. In diesem Fall springt dafür aber auch ein entsprechender Betrag dabei heraus.

Um Kombiwetten sicher platzieren zu können, ist eine recht hohe Bankroll nötig. Daher setzen die meisten erfahrenen Wettteilnehmer eher auf Einzelwetten. Bei diesen ist zwar der Gewinn nicht so hoch wie bei den Kombiwetten, dafür wird die Wette deutlich häufiger gewonnen, was bedeutet, dass das Risiko die gesamte Bankroll zu verlieren bei den Einzelwetten deutlich geringer ist.

Dennoch machen Kombiwetten einfach Spaß, denn die Chance auf einen wirklich hohen Geldgewinn ruft immer einen gewissen Nervenkitzel hervor. Es spricht daher nichts dagegen, sich gelegentlich auch eine Kombiwette und somit die Chance auf das große Geld zu gönnen. Hierbei sollte aber immer die geringe Gewinnchance im Hinterkopf behalten werden. Daher sollte immer nur Geld eingesetzt werden, dessen Verlust problemlos verschmerzt werden kann.

Wetten im Internet: den richtigen Anbieter finden

Für die Teilnehmer bietet es eine Reihe von Vorteilen, eine Wette im Internet zu platzieren. Zwar herrscht bei der Wettabnahme direkt an der Rennbahn eine ganz besondere Atmosphäre, welche jeder Fan von Pferdewetten einmal miterleben sollte, aber die Online Wette kann bequem von zu Hause platziert werden. Somit kann bei deutlich mehr Rennen gewettet werden, als wenn man bei jedem Renntag live an der Rennbahn dabei sein müsste, um seinen Tipp abzugeben. Auch Rennen im Ausland sind kein Problem: Beim Online-Buchmacher ist jedes Pferderennen nur einen Klick entfernt.

Ein weiterer Vorteil von Online-Pferdewetten ist die große Auswahl bei den Buchmachern. Hier gibt es zahlreiche Anbieter, so dass die Entscheidung für einen Buchmacher nicht immer leicht ist. Aber wie findet man den richtigen Buchmacher, um seine Pferdewette zu platzieren?

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Das Wichtigste bei der Auswahl des richtigen Buchmachers ist definitiv die Seriosität. Das beste Angebot und die profitabelsten Quoten sind nutzlos, wenn es sich um einen unseriösen Buchmacher handelt, der den Gewinn nie auszahlt. Daher sollte bei jedem Buchmacher zunächst ein Blick auf die Lizenz geworfen werden. Um legal Pferdewetten in Deutschland anbieten zu dürfen, müssen alle Buchmacher über eine hier gültige Lizenz verfügen. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um eine deutsche Lizenz handeln, auch sogenannte „EU-Lizenzen“, zum Beispiel aus Malta, sind sehr begehrt und gelten als sicher.

Um eine solche Lizenz zu erhalten, müssen die Buchmacher hohe Auflagen erfüllen. So wird unter anderem durch diverse Sicherheitsmaßnahmen gegen Geldwäsche vorgegangen, aber es wird auch sichergestellt, dass gewonnene Gelder tatsächlich auch ausbezahlt werden können.

Auch Berichte anderer User im Internet können helfen, einen guten Buchmacher von den schwarzen Schafen der Branche zu unterscheiden. Wenn sich die Berichte unzufriedener Wettteilnehmer häufen, so sollte man sich besser einen anderen Buchmacher suchen, um seine Wette zu platzieren.

Pferdewetten vor allem bei britischen Online-Buchmachern

Das Wettangebot der Buchmacher spielt bei der Suche nach dem besten Anbieter ebenfalls eine große Rolle. Wer im Internet Pferdewetten platzieren möchte braucht dazu natürlich auch einen Buchmacher, der eine gute Auswahl an unterschiedlichen Rennen anbietet. Nicht alle Online-Buchmacher bieten überhaupt Pferdewetten an. Die Hauptsportart bei den meisten Wettanbietern ist Fußball, daneben sind meistens noch Tennis und Basketball recht gut vertreten.

Um einen geeigneten Buchmacher für die Teilnahme an Pferdewetten zu finden lohnt es sich, vor allem einen Blick auf die britischen Buchmacher zu bieten. Da der Rennsport vor allem in Großbritannien sehr beliebt ist und nicht nur, wie hierzulande, als Randsportart geführt wird, haben die britischen Buchmacher meistens auch eine recht gute Auswahl, was die Pferdewetten betrifft. So gilt zum Beispiel der englische Online-Buchmacher Ladbrokes als einer der führenden Anbieter für Pferderennen.

Die Quoten der einzelnen Online-Buchmacher 

Im Gegensatz zu sogenannten Totalisator-Wetten an der Rennbahn, bei denen sich die Quoten aus der Anzahl der Wetten auf die einzelnen Ergebnisse berechnen, stehen beim Buchmacher die Auszahlungsquoten der Wetten von vornherein fest.

Jeder Buchmacher berechnet seine Quoten aus den angenommenen Wahrscheinlichkeiten für den Ausgang der Wette. Da dies aber keine exakte Wissenschaft ist, sondern auch viel mit Erfahrung und Fingerspitzengefühl zu tun hat, sind die Quoten nicht bei allen Buchmachern gleich. Auch die Marge, das ist der Anteil, den der Buchmacher im Schnitt als Gewinn für sich einbehält, unterscheidet sich von Buchmacher zu Buchmacher. Daher lohnt es sich, vor der Abgabe einer Online-Wette, die Quoten der einzelnen Buchmacher zu vergleichen. Hierbei muss unbedingt berücksichtigt werden, dass in Deutschland eine Wettsteuer von 5% auf jede Wette fällig wird. Mittlerweile ziehen die meisten Online-Buchmacher diese Steuer von den Gewinnen ab, so dass nur noch 95% des eigentlichen Gewinns ausgezahlt werden. Einige wenige Anbieter dagegen zahlen die Wettsteuer aus eigener Tasche, so dass etwas schlechtere Quoten bei diesen Buchmachern sich oft durch die volle Auszahlung des Gewinns wieder relativieren.

Bonusangebote bei Online-Buchmacher lohnen sich

Wer regelmäßig Pferdewetten im Internet abgeben möchte kommt nicht darum herum, sich bei mehreren Buchmachern zu registrieren. So können immer die Buchmacher mit der aktuell besten Auszahlungsquote für eine Wette ausgewählt werden.

Die Registrierung bei mehreren Buchmachern bietet außerdem noch einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Vorteil:

Bei den meisten Wettanbietern gibt es für Neukunden einen Bonus. Dieser kommt in unterschiedlicher Form daher. Bei manchen Anbieter erhalten die neuen Kunden Gratiswetten, der am meisten angebotene Bonus ist allerdings der sogenannte Ersteinzahlerbonus. Hierbei erhalten die neuen Kunden zusätzliches Guthaben, mit dem sie Wetten platzieren können. Bei einem Ersteinzahlerbonus von 100% zum Beispiel verdoppelt der Anbieter die erste Einzahlung. Wer also 50 Euro einzahlt bekommt weitere 50 Euro zusätzlich gutgeschrieben und startet somit mit 100 Euro Startguthaben.

Bevor der Bonus ausgezahlt werden kann, müssen bei allen Buchmachern bestimmte Umsatzbedingungen erfüllt werden. Das bedeutet, es müssen Wetten in einem bestimmten Gesamtwert platziert werden. Diese Wetten sind in der Regel an eine Mindestquote gebunden, so dass sogenannte „Surebets“ ausgeschlossen sind. Ansonsten können die Wetten aber normalerweise frei gewählt werden. Auch die Höhe des Einsatzes ist nicht festgelegt. So können zum Erfüllen der Bonusbedingungen viele Wetten zu kleinen Beträgen platziert werden, oder aber wenige teurere Wetten.

Auch wenn das Bonusguthaben an Bedingungen geknüpft ist, lohnt es sich in der Regel, den Neukundenbonus bei den Buchmachern in Anspruch zu nehmen. Viele Wettteilnehmer sind sogar gezielt auf der Suche nach guten Bonusangeboten und registrieren sich bei immer neuen Buchmachern, nehmen den Bonus in Anspruch und ziehen nach der Erfüllung der Bonusbedingungen zum nächsten Online-Buchmacher weiter.

Pferderennen und Tierschutz

Auch wenn es bei den Pferderennen strenge Vorschriften zum Schutz der Tiere gibt, ist es häufig mehr als fragwürdig, ob der Rennsport überhaupt mit dem Tierschutzgedanken vereinbar ist. Tierschützer beklagen häufig, dass das Pferd zum Sportgerät degradiert wird. Dies zeigt sich unter anderem auch darin, dass besonders teure Rennpferde von ihren Besitzern als Kapitalanlage betrachtet werden und häufig den Besitzer wechseln.

Bereits im zarten Alter von 2 Jahren werden die meisten Rennpferde hart trainiert. Dies hat natürlich Auswirkungen auf den gesamten Bewegungsapparat der Tiere, so dass Verschleißerscheinungen bereits sehr früh auftreten. Die meisten Rennpferde werden leider nicht besonders alt und werden oft viel zu früh eingeschläfert.

Ein weiteres Problem sind Verletzungen bei den Rennen selber durch Stürze. Da bei Pferden Knochenbrüche nur sehr schwer behandelt werden können und die Pferde danach nahezu nie wieder zu alter Leistungsstärke zurück finden, werden die Tiere bei einem Bruch nach einem Sturz meistens noch auf der Rennbahn eingeschläfert.

Auch die Gewalt im Training und bei den Rennen wird von den Tierschützern seit Jahren angeprangert. So ist es laut Regelwerk zum Beispiel erlaubt, während eines Rennens insgesamt fünf Peitschenhiebe einzusetzen. Diese Beschränkung soll die Tiere zwar vor übermäßiger Gewalt schützen, aber warum sechs Peitschenhiebe zu viel sind, fünf aber noch in Ordnung, lässt sich mit logischen Argumenten nur schwer erklären. Es handelt sich hier um eine willkürlich gewählte Größe.

Für die Psyche der relativ empfindlichen Rennpferde stellen die Rennen in jedem Fall eine Belastung dar: Die engen Startboxen, in welche die Pferde häufig nur mit Gewalt hineinzubekommen sind, Scheuklappen und viele weitere Hilfsmittel im Training entsprechen jedenfalls nicht der Natur des Pferdes. Auch Medikamente werden häufig angewendet, um die Tiere fit für die Rennen zu machen. Auch wenn regelmäßig Dopingkontrollen durchgeführt werden, so ist Doping ein ernstzunehmendes Problem im Pferdesport.

Mit Sicherheit waren Pferderennen in der Antike deutlich brutaler als heute und es gab mehr Todesfälle bei Mensch und Tier. Dennoch sind die Rennen auch heute nicht ungefährlich und auch im Training der Pferde wird nachweislich Gewalt angewendet um die Tiere zu Höchstleistungen zu treiben. Es ist möglich, mit Rennpferden viel Geld zu verdienen, leider bleiben die Tiere hierbei oftmals auf der Strecke.

Andere Arten von Pferderennen

Die derzeit beliebteste Variante des Pferderennens ist zweifelsohne das oben beschriebene Galopprennen. Aber es gibt auch noch zahlreiche weitere Arten, ein Pferderennen auszutragen.

Bei den ebenfalls relativ populären Trabrennen sitzt der Jockey nicht auf dem Pferd, sondern in einem speziellen, sehr leichten Wagen, der vom Pferd gezogen wird. Das Pferd darf dabei nur traben, fällt ein Tier in den Galopp, so wird es disqualifiziert. Die für die Trabrennen extra gezüchteten Traberpferde zeichnen sich daher durch sehr raumgreifende Gänge aus und erreichen im Trab hohe Geschwindigkeiten.

Bei den in Deutschland nur wenig bekannten Hindernisrennen müssen die Pferde unterschiedliche Hindernisse überwinden. Da die Distanzen bei Hindernisrennen in der Regel deutlich größer sind, als bei den normalen Galopprennen, ist die Geschwindigkeit hier langsamer. Somit werden ganz andere Anforderungen an die Pferde gestellt ein erfolgreiches Pferd beim Galopprennen eignet sich normalerweise nicht für ein Hindernisrennen und umgekehrt.

Hindernisrennen können noch einmal unterteilt werden in sogenannte Jagd- oder Crossrennen, bei denen ein relativ naturbelassener Parcours zurückgelegt werden muss und zum Beispiel kleine Flüsse oder Gräben übersprungen werden müssen, und die Hürdenrennen, bei denen die Hindernisse genormt sind.

Eine wiederum ganz andere Form ist dass „Barrel Race“ der Westernreiter. Hier werden vorwiegend Quarter Horses eingesetzt. Beim Barrel Race so schnell wie möglich jeweils einmal umrundet werden. Die Pferde vollziehen dabei atemberaubende Wendungen, so dass diese Form des Pferdesport für die Zuschauer sehr spannend sein kann. In Deutschland finden allerdings nur wenige Wettbewerbe in dieser Sportart statt und auch Wetten können hier nur äußerst selten platziert werden.

Ebenfalls in Deutschland nahezu unbekannt ist das sogenannte Skijöring, bei dem ein Reiter auf dem Pferd sitzt, welches einen Skifahrer hinter sich herzieht. Skijöring wird sowohl als Bahnsport, wie auch als Offroad-Variante vor allem in skandinavischen Ländern betrieben.

Bei Pass- und Töltrennen dürfen die Pferde, genau wie beim Trabrennen, nur ein einer bestimmten Gangart laufen, ansonsten werden sie disqualifiziert. Diese Rennen werden in den meisten Fällen mit Islandpferden ausgetragen, welche für die beiden zusätzlichen Gangarten „Pass“ und „Tölt“ bekannt sind. In den USA finden sogar mittlerweile mehr Passrennen als Trabrennen statt und die Pferde erreichen bei diesen Rennen auch die höheren Geschwindigkeiten.

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