Glücksspielsucht

Von Karsten, CasinoVerdiener

Wir von Casinoverdiener möchten sicherstellen, dass das Online-Casino-Spielen für Dich und Deine Freunde eine angenehme und unterhaltsame Erfahrung bleibt. Das Spielen soll dabei vorrangig Freude und auch Spannung bereiten. Manchmal verlieren Menschen jedoch die Kontrolle über ihr Spielverhalten, oft erst unbemerkt, und dann entwickeln sich tragische Folgen, die große Verluste mit sich bringen. Damit es gar nicht soweit kommt, versuchen wir nun einmal herauszufiltern, ab wann jemand als spielsüchtig gilt und wovon sich die Glücksspielsucht gegenüber dem normalen Spielen unterscheidet. Das soll als Orientierung für Dich oder Deine Freunde dienen, wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du oder auch ein Freund sich schon auf dem Weg zur Spielsucht befindet.

Definition „Spielsucht“

„Pathologisches Spielen“ oder „zwanghaftes Spielen“ wird auch als Spielabhängigkeit oder Spielsucht bezeichnet. Der Spieler ist unfähig, dem Impuls zum Wetten oder Glücksspiel zu wiederstehen, selbst wenn das gravierende Folgen im familiären oder beruflichen Umfeld hat. Glücksspielsucht wird unter die „abnormen Gewohnheiten“ oder „Störungen der Impulskontrolle“ eingeordnet. Das Spielen selbst dient dazu, Problemen oder negativen Stimmungen (Ängsten, Depressionen, Schuldgefühlen) zu entkommen; immer höhere Beträge werden eingesetzt, um Spannung und Erregung aufrecht zu erhalten.
Die Aussicht auf einen hohen Gewinn produziert wiederum einen Rausch; den der Spieler sich immer wieder erneut verschaffen möchte. Oft hat er, meist am Anfang, schon mehrere Gewinne erzielt. Zwanghafte Spieler sind also Opfer ihrer eigenen Wunschgedanken, indem sie glauben, dass sie die zukünftigen Gewinnchancen voraussagen können aufgrund der gegenwärtigen Situation.

Fakten Glücksspielsucht
- In Deutschland gibt es ca. 80 Spielbanken
- In Deutschland gibt es ca. 24.500 staatliche Lottoannahmestellen
- In Deutschland stehen ca. 242.500 Automaten (in Gaststätten, Spielhallen usw.)
- Ca. 70 % der Erwachsenen haben bereits einmal an Glücksspiel teilgenommen
- Geschätzte 540.000 Deutsche spielen risikoreich oder krankhaft (Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufkärung) diese Zahl variiert aber sehr!
- Geschätzte 400.000 davon sind automatenspielsüchtig (Suchtberatungstellen)
- Für geschätzte 80 % der Spielsuchtproblematik sind Automatenspiele verantwortlich

Pathologisches Glücksspielen ist oft ein Prozess, der sich über einen längeren Zeitraum entwickelt und zur Sucht führt. Die Sucht kann sich in Episoden oder über längere Zeiträume zeigen oder auch, wie bei der Alkoholsucht, immer wieder auftreten.
Spielsucht kann in Verbindung mit verschiedenen Medien auftreten. Man kann nach offline und online Spielen süchtig sein. Sportwetten, Lotto, Roulette oder Spielautomaten oder auch Börsenspekulationen und Rubellose können süchtig machen.

Ist die Glücksspielsucht überhaupt eine Sucht?

Oft wird der Begriff Sucht mit Alkohol, Heroin oder anderen Stoffen verbunden. Dass Sucht aber auch die Abhängigkeit zum Spielen sein kann, ist für viele ein Rätsel und wird als Unfug abgetan. Die Antwort ist aber natürlich: Ja, die Glücksspielsucht ist eine Sucht.

Wissenschaftlich bezeichnet man diese Form von Sucht als “stoffungebundene Sucht”, es können aber dennoch viele Parallelen zur Alkoholsucht gezogen werden. Denn auch nach mehreren Monaten oder gar Jahren kann ein Spielsüchtiger rückfällig werden; man ist ein Leben lang spielsüchtig und nie richtig “trocken”.
Auch wird die Spielsucht als “Verhaltenssucht” bezeichnet. Nicht nur das exzessive Spielen, sondern auch beispielsweise der exzessive Gebrauch des Internets wird in dieser Kategorie untergebracht. Hier werden keine Stoffe von außen eingenommen, die Sucht kommt von inneren biochemischen Prozessen, die von bestimmten Verhaltensweisen ausgelöst werden.  
Eine Verhaltensweise ist demnach das Spielen, das belohnend, als Fluchtmöglichkeit und stressreduzierend auf den Spieler wirkt. So wie bei Drogen, kann der Spielsüchtige sein Leben so aushalten, wird also nach dem befriedigenden Gefühl der Flucht abhängig.  

Schaue Dir hier die Videos von Dennis K. an, der ehrlich und ohne Umschweifen von seiner jahrelangen Spielsucht erzählt und wie er es geschafft hat, davon wegzukommen.


 

Das Glücksspiel und der Staat

Durch den Glücksspielstaatsvertrag wird das Glücksspiel durch den Staat gesteuert. Dies soll der Suchtprävention dienen, welches jedoch ein fraglicher Vorwand ist. Der Vertrag soll den Spieledrang der Deutschen in staatlich geregelten Bahnen halten und somit die Spielsucht auf diese Weise verhindern.
In dem Glücksspielstaatsvertrag werden jedoch nicht die sogenannten gewerblichen Spielautomaten erwähnt. Die gewerblichen Automaten sind die, die in Gaststätten, Spielhallen oder ähnlichen Stätten stehen und gelten nicht als Glücks- sondern Unterhaltungsspiele.

Auch das Verbot von Werbung wird im Glücksspielstaatsvertrag reguliert, um Glücksspielsucht in Deutschland zu verhindern. Dort steht, “Werbung für öffentliches Glücksspiel darf nicht (...) gezielt zur Teilnahme am Glücksspiel auffordern, anreizen oder ermuntern.” Außerdem wird Werbung, die sich gezielt an Jugendliche richtet, verboten, da diese eine Risikogruppe darstellen.  

Mehr zu der Beziehung zwischen Glücksspiel und Staat auf unserem Blog Post über den Glücksspielstaatsvertrag.

Wer kann spielsüchtig werden?

Im Prinzip kann natürlich jeder süchtig werden, der regelmäßig spielt. Oft fängt die Sucht aber wie beschrieben mit einem großen Gewinn an (“Big win”), der als Auslöser für weitere Spielaktivität gesehen werden kann. Auch weitgreifende Veränderungen oder steigende Verantwortung im täglichen Leben (beispielsweise feste Bindungen, Schwangerschaft oder berufliche Änderungen) können eine erhöhte Spieleaktivität auslösen, da durch Gewinne versucht wird, das Selbstwertgefühl zu erhöhen. Ein gestörtes oder geringes Selbstwertgefühl ist oft eine Charakteristik eines süchtigen Glücksspielers. Das gestörte Selbstwertgefühl wird durch Gewinne gesteigert und erhöht.

Definition Glücksspiel

Glücksspiele sind per Definition (Geld-)Wetten/Einsätze, die auf den Ausgang
zufalls-bedingter Ereignisse gesetzt werden. Es wird nicht als ein Wirtschaftsgut
angesehen, sondern eher als ein Gut, dass negative Folgen für die Gesellschaft
hat und deshalb reguliert werden muss. Diese Nachteile sind die finanzielle
Belastung der Spieler, die auf die körperliche und psychische und soziale
Belastung bei einer Sucht hinzu kommt.

Glücksspiel Wissenstest:
http://www.spiel-sucht.info/cms/wissenstest-glucksspiel/

Die Hauptrisikogruppe sind 14 bis 30 jährige, vor allem Männer sind hier betroffen. Erschreckend ist hier, dass die 14 bis 17 jährigen als Risikogruppe herausstechen. Bei ihnen sind in erster Linie Rubbellose, gewerbliche Geldspielautomaten oder Online Wetten und Poker beliebt. Auch Menschen mit geringer Schulbildung, Arbeitslose und Spieler mit Migrationshintergrund sind statistisch mehr gefährdet als andere. Oft haben diese Spieler zusätzlich eine psychische Störung. Dies nennt man eine “komorbide Störung”, welches bedeutet, das neben dieser Störung auch eine andere, primäre Störung vorhanden ist. Ein Beispiel wäre Alkoholabhängigkeit oder sehr oft eine Depression.
Dies beinhaltet, dass eine Spielsucht aus einer Depression entstehen kann, die Spielsucht ist demnach die komorbide Störung. Wenn eine komorbide Störung existiert ist die Behandlung der beiden Störungen schwieriger und langwieriger.

Die Spielertypen

Es finden sich vier verschiedene Arten von Spielern. Es ist zu beachten, dass bei den ersten beiden Spielertypen noch nicht die Rede von Glücksspielern ist.

Soziale Spieler Diese sind die größte Gruppe der Spieler. Sie spielen zum Spaß und haben ein eher
unauffälliges Spielverhalten.
Professionelle Spieler Von diesem Typen Spieler gibt es sehr wenige. Sie spielen kontrolliert und distanziert
zum Spiel und sind oft im illegalen Milieu des Glücksspiels tätig.
Problematische Spieler Sie sind gefährdet und oft in der Übergangsphase zur Spielsucht. Die Merkmale dieser
Phase sind, dass erste Schuldgefühle und höhere Geldverluste eintreffen.
Pathologische Spieler Dieser Spielertyp hat ein schwerwiegendes Problem mit dem Spielen und das
Spielverhalten ist unkontrolliert.


Glücksspieler bzw. Pathologische Spieler an sich können noch in verschiedene Kategorien unterteilt werden. Grundsätzlich können zwei Kategorien gefunden werden.

Action-Spieler Er liebt das Risiko und spielt meist Spiele, die ein hohes Maß an Geschicklichkeit erfordern.
Flucht-Spieler Er spielt, damit er seinen Sorgen, Leid und Einsamkeit entflieht und sich diesen nicht stellen muss.
Dieser ist der “typische” Spielsüchtige, den man in der Spielhalle oder Bank trifft.


Die beschriebenen Spielertypen sagen jedoch nichts über das Medium, also das Spiel, das gespielt wird aus. Im Folgenden gehen wir hier besonders auf 2 der Glücksspieler ein: den Geldautomatenspieler und den Casinospieler.

Der Geldautomatenspieler

Spielsucht

Sich näher mit der Automatenabhängigkeit auseinanderzusetzen ist besonders wichtig, da 70 % aller (behandelten) Spielsüchtigen den Spielautomaten als alleiniges Glücksspielmedium benutzen. Diese Zahl kann sich durch die leichte Zugänglichkeit der Automaten erklären: Sie befinden sich nicht nur in Spielbanken und Spielhallen, sondern auch in Gaststätten oder auch in Imbissen. Die Geldspielautomaten zeichnen außerdem bestimmte Besonderheiten aus:

- Automaten haben eine hohe Ereignisfrequenz
- die Auszahlungen passieren sofort und recht häufig (meist kleine Beträge)
- es gibt eine Stopp-und Start Taste, die dem Spieler ein fälschliches Gefühl der Kontrolle gibt
- viele Beinahegewinne
- Musik, die Gewinne andeutet     
- leichte Zugänglichkeit - dadurch ist anonymes Spielen möglich

Oft wird hier nicht (nur) der Geldgewinn gesucht, sondern das Spiel, der Nervenkitzel und die Aktion an sich. Der Fluchtspieler nutzt diese Aktion wie schon erwähnt, um aus der Wirklichkeit zu fliehen. Die Start - und Stopp Knöpfe, sowie die Risiko Knöpfe geben dem Spieler die Illusion, die Kontrolle bewahren zu können und das Spiel zu ihrem Gunsten zu beeinflussen, was die Gefahr der Abhängigkeit erhöht.

Der Casinospieler  

Roulette, und generell Casinospiele, sind die am zweithäufigsten auftretenden Spiele bei Glücksspielsüchtigen. Oft wird zusätzlich auch an Spielautomaten noch Geld verloren.
Beim Roulette und in der Spielbank kann jeder eine neue Rolle einnehmen. Der gefühlsbetonte und konfliktbehaftete Alltag wird gegen eine durchschaubare Welt von Verhaltensregeln und Distanz ausgetauscht. Gefühle werden am Roulette-Tisch nicht gezeigt und auch der Abstand zu den Mitspielern wird gewährt. Genau diese Dinge schätzt der Spielsüchtige an dem Casino, da die tägliche Frustration und schwankende Stimmung beiseite gelegt werden können, um aus dem Alltag zu flüchten. Aus diesen Gefühlen kann schnell eine Abhängigkeit entstehen. Die Motivation für Roulette-Spieler ist der ständige Versuch und vor allem die Hoffnung, gegen die Bank zu gewinnen und den Zufall vorhersagen zu können. Auch die Bestätigung seines eigenen Roulette-Systems kann die Abhängigkeit steigern oder erst ins Rollen bringen. 

Symptome

Der Übergang von einem Glücksspielverhalten mit Spaßcharakter über ein problematisches oder bedenkliches Glücksspielverhalten bis hin zur tatsächlichen Abhängigkeit ist fließend. Die Glücksspielsucht kann sich eine Zeit lang leicht versteckt und verborgen vor anderen Menschen entwickeln. Es gibt zunächst keine auffälligen äußerlichen körperlichen Veränderungen bei Glücksspielsüchtigen. Häufig merken Spielsüchtige zu spät, dass ihr Spielverhalten Probleme mit sich bringt. Je früher die Abhängigkeit nach Glücksspielen erkannt wird, desto besser sind die Behandlungschancen in Form einer Therapie.
„Pathologische (= krankhafte) Glücksspieler“ versprechen sich selbst und anderen immer wieder, mit dem Spielen aufzuhören. Daran scheitern sie oft, was auch zu Selbstverachtung und Verzweiflung führen kann. Die finanzielle Katastrophe lässt sich häufig kaum mehr vor Familie und Freunden verbergen, geschweige denn aufhalten.

Meist durchlaufen süchtige Spieler verschiedene Phasen:

Phase 1: Dies ist die Gewinnphase und hier finden die ersten Erfahrungen mit Glücksspielen in der Freizeit statt. Größere (“The big win”) oder mehrere kleinere Gewinne führen erst einmal zu positiven Gefühlen gegenüber dem Glücksspiel. Gewinne werden als persönliche „Erfolgserlebnisse“ bewertet und euphorische Gefühle werden ausgeschüttet. Immer stärkere Gewinn-Erwartungen entwickeln sich und es werden stetig höhere Beträge gesetzt, um mehr zu gewinnen. Die Risikobereitschaft wächst und führt zu Phase 2.

Phase 2: Die Verlust-Phase, bei der allmählich das Spielen intensiver und häufiger wird. Die Wahl fällt jetzt öfter auf risikoreichere Spielvarianten und die Einsätze werden erhöht.
Die Gedanken, wann und wie das nächste Mal wieder gespielt werden kann, beherrschen die Spieler. In dieser Phase fängt auch das Jagen nach den Ausgleichen der Einsätzen ein (“chasing”). Hier werden die Konsequenzen des Glücksspiels ausgeblendet. Beim Chasing wird stetig auf den “Fast-Gewinn” gewartet, immer fehlt eine 7, ein Buch, irgendein Symbol, um den großen Gewinn abzuräumen. Die eigene Spielstrategie wird überschätzt und der Glaube daran, das System überlisten zu können steigt (beat the system).  
Das inzwischen leidenschaftliche Spielen führt jetzt dazu, dass mehr Geld verloren als gewonnen wird. Auch gewonnenes Geld wird sofort wieder verspielt. Nun folgt die Verzweiflungs-Phase.

Phase 3: Hier beginnen betroffene Personen, ihr häufiges Spielen zu verheimlichen und fangen an, sich Geld zu leihen. Es kommt zu Problemen in vielen Lebensbereichen, z.B. am Arbeitsplatz oder in der Familie. Das Spielproblem wird verleugnet oder bagatellisiert. Psychische und soziale Konflikte werden mit dem Glücksspiel verdrängt oder versucht auszugleichen.  

Phase 4: In Phase 4, der Hoffnungslosigkeit, führt der zwanghafte Drang zu spielen zu wiederholtem finanziellem Totalverlust. „Haus und Hof“ werden eingesetzt und verloren, die Betroffenen sind getrieben von der falschen Überzeugung, die Verluste wieder zurück zu gewinnen. Um ihre häufige Abwesenheit (von Zuhause oder der Arbeit) oder ihre Geldprobleme zu erklären, erfinden Glücksspielsüchtige oft Lügen. Auch ihre Persönlichkeit kann sich jetzt ändern: Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen und Selbstverachtung können gehäuft auftreten. Um sich das nötige Geld zu beschaffen, werden nicht selten illegale Handlungen wie Betrügereien eingesetzt. Das Spielen hat eine Eigendynamik entwickelt. Die Spieler fühlen sich wie ferngesteuert, haben die Kontrolle verloren und befinden sich in einer Abhängigkeit zum Glücksspiel.

Ein Selbsttest

1. Bist Du oft eingenommen vom Glücksspiel?

2. Erhöhst Du öfter die Einsätze, um den gewünschten Reiz zu erreichen?  

3. Hast Du wiederholt versucht, mit dem Spielen aufzuhören, es hat aber nie geklappt?

4. Hast Du Unruhe und Gereiztheit beim Versuch des Aufhörens mit dem Spielen verspürt?

5. Spielst Du, um unangenehmen Gefühlen und Problemen auszuweichen?  

6. Versuchst Du, durch Glücksspiel Geldverluste auszugleichen?

7. Hast Du schon einmal Bezugspersonen angelogen, um Dein Verhalten zu vertuschen?

8. Hast Du jemals kriminelle Handlungen begangen, um Glücksspiel zu finanzieren?

9. Gefährdest Du mit Deinem Spielen partnerschaftliche Beziehungen oder berufliche Perspektiven?

10. Leihst Du Dir Geld von anderen Personen, wenn Du in finanzieller Not steckst?

Wenn Du mindestens fünf von diesen 10 Fragen mit Ja beantworten konntest, solltest Du dringend eine der von uns empfohlenen Webseiten aufsuchen oder eine Beratungsstelle in Deiner Nähe anrufen. Auch wenn 2-3 Fragen mit Ja beantwortet werden können, solltest Du Dir Gedanken machen und Dein Spielverhalten gründlich überdenken. Downloade Dir hier ein Selbsthilfemanual, das Dir dabei hilft, Deine Spielsucht ggf. zu erkennen und weitere Schritte dagegen einzuleiten.

Hilfe und Therapie

Eine Beratung oder Therapie kann an dieser Stelle helfen, die Glücksspielsucht und die damit verbundene Abhängigkeit vom Glücksspiel zu bekämpfen. Erst einmal müssen die Betroffenen natürlich erkennen, dass sie Hilfe benötigen und krank sind. Das ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung der Spielsucht.
1981 wurde die erste Selbsthilfegruppe von einer Spielsüchtigen bei Hamburg gegründet. Diese besuchte erst eine Gruppe der anonymen Alkoholiker und suchte dann Hilfe bei den GA - Gamblers Anonymous. Die amerikanische Gruppe half ihr mit Informationsmaterialien und anderer Unterstützung und seitdem gibt es die GA auch in Deutschland.
Derzeit gibt es in Deutschland GA-Treffen in ca. 70 verschiedenen Städten mit insgesamt 200 Selbsthilfegruppen. Auch Hilfe für Angehörige wird dort oft angeboten. Das Blaue Kreuz, der Kreuzbund und die Guttempler haben u.a. auch Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen gegründet. Insgesamt gibt es in Deutschland ca. 1300 Suchtberatungsstellen und Suchtambulanzen.


Es gibt des Weiteren viele hilfreiche und unterstützende Internetseiten an die sich Spielsüchtige wenden können. Hier einige deutschsprachige Linkadressen:

 

Weblinks

    •    http://www.gluecksspielsucht.de
    •    http://www.spiele-mit-verantwortung.at
    •    http://www.spielen-mit-verantwortung.de/ (mit anonymer Online-Beratung)
    •    http://www.anonyme-spieler.org
    •    http://www.unimedizin-mainz.de/index.php?id=5377

    •    https://www.check-dein-spiel.de (mit Live Chat jeden Donnerstag 15-17 Uhr)
    •    http://www.spielsucht-therapie.de/selbsthilfegruppen/

 

 

Schutz für den Spieler

Spielverordnung (SpielV)

Spielsucht

Die Spielverordung enthält Vorschriften für die gewerblichen Spielautomaten, die die Höhe von Einsätzen und Gewinnen und die Spieldauer reguliert. Diese Spielautomaten stehen in gastronomischen Betrieben und in Spielhallen, unterliegen aber anderen Regelungen als die “einarmigen Banditen” in den Spielbanken. Dies soll verhindern, dass große Gewinn- oder Verlustmöglichkeiten bei den gewerblichen Automaten entstehen können und somit der Spieler vor einer Ausnutzung des Spiels und einer Sucht “geschützt” wird. Jedoch haben sich die Regelungen der verschiedenen Arten von Spielautomaten in den letzten Jahren angenähert.  

Diese Vorschriften sind gesetzlich in der Spielverordnung festgelegt worden:

- Verlust: max. 80 Euro pro Stunde
- Gewinn: max. 500 Euro / Stunde
- Min. Abstand zwischen Spielhallen
- Ein Spiel dauert mind. 5 Sekunden
- Ein Spiel kostet max. 20 Cent
- Nach einer Stunde: 5 Min Spielpause

Spielsperren - online und offline

Eine Möglichkeit, sich vom zwanghaften Online-Spielen zu befreien, besteht darin, sich ein Programm zu installieren, das verhindert, dass Du Spiele-Software auf Deinem PC installierst. Wir empfehlen die Software GamBlock. GamBlock verhindert den Zugang auf Glücksspielseiten im Internet.
Für Offline Spielbanken sind Spielersperren möglich. Du kannst Dich also bei allen staatlichen Spielbanken sperren lassen, wobei auch die staatlich anerkannten Lotto Toto Annahmestellen einbegriffen sind. Der Antrag einer Sperrung muss persönlich in einer Spielbank oder einer Annahmestelle stattfinden.
Auch Fremdsperren eines Familienmitglieds oder eines Freundes ist eine Möglichkeit. Hier muss nur (durch Kontoauszüge oder sonstiges) die Glücksspielsucht oder die hohen Schulden bewiesen werden. Danach wird der Spieler benachrichtigt und zu einer Stellungnahme aufgefordert.

All das klingt prinzipiell gut und ist vielleicht auch zur Suchtprävention geeignet, das gravierende Problem, das in den gewerblichen Spielautomaten liegt, bleibt allerdings bestehen. Hier ist die einfache und anonyme Erreichbarkeit immer noch gegeben. Spielhallen haben zwar die gesetzliche Verpflichtung, verantwortliches Spielen zu gewährleisten, Spielsuchtinformationen auszulegen und auf Beratungsstellen aufmerksam zu machen, jedoch scheint das nur ein Tropfen auf den heißen Stein zu sein.

Was tun Online-Casinos um die Spieler zu schützen?

Auch viele Online-Casinos weisen Spieler auf die Gefahren der Spielsucht hin. Oft heißen diese Rubriken “Verantwortungsvolles Spielen”. Hier wird dem Spieler dann erklärt, welche Symptome Glücksspielsucht auszeichnen und was man beachten muss, um verantwortungsvoll zu spielen.
Häufig kann man sich als Spieler in einem Online Casino auch Spiellimits setzen, die täglich, wöchentlich oder monatlich angewendet werden können. Die Limits können meist nicht erhöht werden, bevor der Zeitraum vergangen ist. Man kann sich auch für einen bestimmten Zeitraum oder lebenslänglich sperren lassen. Auch das Spielen für Jugendliche unter 18 Jahren ist verboten und kann durch Vorzeigen einer Kopie des Ausweises bestätigt werden.

Trotz aller Risiken, die das Spielen birgt, wünschen wir Dir angenehme, sichere und unterhaltsame Spielerfahrungen. Wenn Du Dich und andere gut beobachtest und Dir ehrlich gegenüber bist, wirst Du die Zeichen erkennen können und Hilfe annehmen können.
Wir wünschen Dir auf jeden Fall viel Glück und viel Spaß beim Spielen!
Casinoverdiener.com

Kommentare

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