Kneipenspiele: Unsere Top 5

Die Deutschen lieben sie, ordentliche Kneipen bieten sie – und wir schreiben über sie: Hier sind unsere Top 5 der besten und beliebtesten Kneipenspiele.

Kneipe

Langeweile in der Kneipe? Gibt’s nicht!

Man stelle sich folgende Situation vor: Mit Freunden in der nächsten Kneipe sitzend, gehen einem plötzlich die Gesprächsthemen aus und Langeweile macht sich breit. Oder man hat sich auf einem verpatzten Date absolut nichts zu sagen und will der unangenehmen Stille möglichst schnell entkommen. Oder aber die Konversationsfähigkeit lässt mit steigendem Alkoholpegel immer mehr zu Wünschen übrig. Oder man hat ganz einfach das Bedürfnis, sich ein bisschen zu bewegen, um nicht auf dem harten Barhocker festzuwachsen…

Für solche und etliche andere denkbare Szenarien gibt es eine ebenso perfekte wie einfache Lösung, und die lautet: Lasst uns Kneipenspiele spielen!

Hier sind unsere Top 5 der unterhaltsamsten und besten Kneipenspiele.

Platz 5: Airhockey

Airhockey stellt eine Art Miniatur-Version von Eishockey dar, ganz ähnlich wie Kicker die verkleinerte Tischvariante von Fußball ist. Leider ist dieses Geschicklichkeitsspiel, im Gegensatz zu Kicker, jedoch ausschließlich für zwei Spieler geeignet. Das Spielfeld besteht aus einem speziellen Tisch, etwa so groß wie ein Billardtisch, an dessen kurzen Seiten sich die zwei Spieler einander gegenüber platzieren. Jeder Spieler hat an seiner Tischseite einen langen Schlitz, den er mit seinem speziellen, hart-elastischen Schläger zu verteidigen sucht. Denn das Ziel des Spiels ist es, den Puck in das Tor des Gegners zu befördern.

Rasend schnell

Das Besondere am Airhockey-Tisch: Die Oberfläche ist extrem glatt und eben. Außerdem wird durch kleine Löcher konstant Luft nach oben geblasen – dies bewirkt, dass der Puck praktisch ohne Reibung rasant über die Spielfläche flitzt, teilweise schneller als man gucken kann.

AirhockeyAuch Stefan Raab probiert sich am Airhockey-Tisch.

Das Material sowohl des etwa handtellergroßen Schlägers als auch der Außenbanden sorgt, zusätzlich zu dem Luftkissen, das sich unter dem Puck bildet, für eine starke Beschleunigung dessen. Somit entsteht eine sehr hohe Spielgeschwindigkeit – und gerade das Tempo des Spiels macht es so spannend und zu einer echten Herausforderung.

Airhockey ist actiongeladen, geht blitzschnell und wird garantiert nicht langweilig, denn es fordert höchste Konzentration und allem voran Reaktionsfähigkeit. Außerdem gibt es kaum Regeln, die zu verstehen oder zu studieren sind. Da es sich um sehr informelles Spiel handelt, läuft es normalerweise so ab, dass sich die Spieler vor Beginn kurz über ihre genaue Spielweise einigen. Airhockey lässt sich also innerhalb von Minuten erlernen und setzt keinerlei Vorkenntnisse voraus.

Frischer Wind

Der große Nachteil ist, dass es in den USA sehr viel verbreiteter ist als in Deutschland. Dort und in anderen Ländern ist es so beliebt, dass es sogar Airhockey-Wettbewerbe und Meisterschaften gibt. Bei uns findest man es dagegen eher selten – und wenn, dann in Spiel- und Billardhallen oder auf Bowlingbahnen, leider aber weniger in Kneipen. Das ist schade, denn Airhockey könnte oftmals eine gelungene Abwechslung zu den üblichen, altbekannten Spielen bieten und ein wenig frischen Wind in die staubigen Ecken so mancher Kneipe bringen, in der es schon seit gefühlten Jahrhunderten keine Neuerungen mehr gab.

Platz 4: Darts

DartscheibeDartscheibe mit Pfeilen

Einiges mehr an Talent und Übung als Airhockey erfordert das gute alte Kneipenspiel Darts. Jeder hat die runde Dartscheibe mit dem sogenannten Bullseye in der Mitte vor Augen, doch nicht alle kennen auch wirklich die Regeln im Detail. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es viele unterschiedliche Spielvarianten gibt, wie zum Beispiel 301/501, Blinder Killer oder Fuchsjagd.

Grundsätzlich geht es bei Darts darum, die Pfeile (die Darts heißen und dem Spiel seinen Namen geben) auf die Scheibe zu werfen und dabei möglichst gut zu zielen. 

Alte und neue Schule

Eine ordentliche, qualitativ hochwertige Dartscheibe wird aus afrikanischen Sisal-Fasern gefertigt. Jedoch gibt es auch billige Ausführungen, die aus Kork oder Papier bestehen. Es gibt die Variante der alten Schule, die mit sogenannten Steeldarts mit Metallspitze gespielt wird, und in der man noch selbst seine Punkte addieren muss. Heutzutage gibt es aber natürlich auch elektronische Dartscheiben und -automaten. Die Pfeile, die hier zum Einsatz kommen, haben eine Spitze aus Kunststoff und sind viel leichter als die Steeldarts. Sie werden E-Darts oder Softdarts genannt. Das Zählen und Zusammenrechnen der Punkte übernimmt der Automat für die Spieler.

Darts – Glück oder Geschick?

Das Dartspielen wurde 1908 zu einem Geschicklichkeitsspiel erklärt. Bis dahin durfte es nicht in Pubs gespielt werden, weil es geheimhin als Glücksspiel abgetan wurde – und das Betreiben von Glücksspielen in Gaststätten war verboten und wurde dementsprechend geahndet. So kam es dazu, dass ein Gastwirt mit dem Namen Jim Garside, der die Gäste in seinem “Adelphi Inn” Darts spielen ließ, angeklagt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war William “Bigfoot” Anakin der beste Dartspieler der Gegend. Und eben dieser unterstützte Garside während seiner Gerichtsverhandlung. Dartscheibe
Die beiden wollten beweisen, dass Darts eben kein Glücksspiel sei und hingen zu diesem Zweck in dem Gerichtssaal eine Dartscheibe auf. William “Bigfoot” Anakin wollte nun seine Treffsicherheit belegen, kündigte an, drei Mal hintereinander auf die 20 zu zielen – und traf. Ein Gerichtsdiener wollte den vermeintlichen Beweis sofort zunichte machen, indem er versuchte, es dem begnadeten Dartgenie gleichzutun. Jedoch traf nur einer seiner Pfeile überhaupt die Scheibe, die beiden anderen gingen daneben. Nachdem William “Bigfoot” Anakin sich selbst dann noch einmal übertraf und dreimal erfolgreich auf die zweifache 20 zielte, war das Gericht überzeugt. Das Urteil lautete: “This is no game of chance” (Dies ist kein Glücksspiel). Von diesem Tag an durfte Darts offiziell in Pubs und Gaststätten gespielt werden.

Die Scheibe ist in 20 Segmente mit jeweils unterschiedlichen Werten unterteilt, im Zentrum befindet sich das Bull und das Bull’s Eye. Darts kann, wenn man mit den richtigen Leuten spielt, viel Spaß machen. Wer ein schnelles Spiel für Zwischendurch will, ist mit Darts jedoch nicht so gut beraten. Es braucht Konzentration und eine mehr oder minder ernsthafte Herangehensweise. Wer nebenbei plaudert und die Scheibe verfehlt, der wird wohl nicht so viel Gefallen daran finden.

Ein Kneipenspiel mit Tradition

Einschlägige Aufzeichnungen legen die Vermutung nahe, dass der Dartsport bereits Mitte des 19. Jahrhunderts in England entstanden ist. Interessant ist, dass Darts nach langer Entstehungsgeschichte im Jahre 1908 offiziell zu einem Geschicklichskeitsspiel erklärt wurde, woraufhin es dann auch Pubs gespielt werden durfte (siehe Infobox). Es handelt sich dabei also um ein wahrhaftiges Kneipenspiel mit langer Tradition – jedoch scheint die junge Generation nicht mehr ganz so angetan davon zu sein.

In modernen Bars ist Darts jedenfalls nicht mehr so häufig zu finden. Eher spielen altbekannte Stammgäste in ihren Eckkneipen, wo sie sich regelmäßig in einer mehr oder minder feststehenden Gruppe treffen und die Dartpfeile mit geradezu meisterhafter Präzision abwerfen – und treffen! Das kann manchen ungeübten Spieler schon mal zum Staunen bringen.

Platz 3: Flipper

Flipper, im Original Pinball genannt, ist wie auch Airhockey ein verhältnismäßig modernes Spiel, das seinen Weg zu uns aus den Vereinigten Staaten gefunden hat. Es ist hier jedoch um einiges bekannter, vor allem kennen viele es auch in virtueller Form: Man erinnere sich nur einmal an das Pinball-Spiel, das früher auf den Windows-Computern, nach Solitär und Minesweeper, zu den vorinstallierten Spielen gehörte. Allein das hat dem Spiel wohl zu recht großer Popularität verholfen, jedenfalls innerhalb einer bestimmten Generation.

Rettet die Kugeln!

Jeder sollte sein Glück am Flipperautomaten selbst einmal versuchen – das Spiel erfordert sehr viel mehr Geschick und Übung als Unwissende vielleicht meinen. Es geht wahrlich nicht nur darum, mit etwas Glück die Stahlkugel möglichst lange „am Leben zu halten“. Im Gegenteil können Profis die Kugel mithilfe verschiedener Techniken tatsächlich kontrollieren, viele, komplizierte Missionen und Storylines durchspielen, bei den „Multiballs“ die Jackpots knacken, Extrabälle gewinnen und vieles andere mehr.

FlipperThe Addams Family Flipperautomat

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, neben dem Betätigen der Flipper natürlich, den Lauf der Kugel zu beeinflussen: Es darf, bis zu einem bestimmten Grad, am Flipperautomat gewackelt und gerüttelt werden – oftmals ist dies die einzige Chance, seinen Ball davor zu retten, entweder an einer der Seiten (den sogenannten „Outlanes“) oder genau in der Mitte zwischen den Flippern durchzufallen. Doch Vorsicht, wer hier zu grob rüttelt, löst unter Umständen den „Tilt“-Mechanismus aus und verliert seinen Ball.

Was haben Indiana Jones und Frankenstein gemeinsam?

Beide haben ihren eigenen Pinballautomaten! Das Tolle am Flippern ist, dass hier wirklich jeder einen Automaten finden kann, der seinem Geschmack entspricht: das Design kann verschiedensten Thematiken entnommen sein, ob aktuellen Filmen wie Herr der Ringe, Star Wars oder Indiana Jones, Klassikern wie der Addams Family, Serien wie den Simpsons, oder bekannten Büchern wie Frankenstein.

Ob Mittelalter- oder Science Fiction-Fan, ob Freund von bunten oder düsteren Designs – die Auswahl an Pinball-Maschinen ist riesig. Wer möchte, kann an älteren Geräten spielen (wie zum Beispiel „Gorgar“, dem ersten sprechenden Flipperautomaten aus dem Jahre 1979), die recht simpel aufgebaut sind oder aber sich an die neuesten und modernsten herantrauen, in denen es witzige Animationen und Effekte gibt, eingebaute Minispiele, Videomodi und extrem viele Möglichkeiten auf dem Spielfeld.

Flippern macht unheimlich viel Spaß, wenn man genug Geduld hat, ein wenig zu üben – für Anfänger kann es nämlich auch durchaus frustrierend sein, die Kugel nach nur wenigen Sekunden schon wieder zu verlieren. Der Nachteil ist, dass Pinball rundenbasiert ist und die anderen Spieler, die gerade pausieren müssen, etwas hilflos daneben stehen. Je nach dem, wie gut der gerade aktive Spieler ist, kann es schon einige Zeit dauern, bis sie wieder zum Zuge kommen – und wenn sie Pech haben, verlieren sie ihre Kugel dann nach weniger als einer Minute und müssen schon wieder warten.

Platz 2: Kicker

Kickern ist definitiv nicht nur etwas für eingefleischte Fußball-Fans, auch wenn es sich dabei um eine Tischversion des beliebtesten Spiels nicht nur der Deutschen sondern der ganzen Welt handelt. Für so manchen Fußball-Dilettanten kompliziert anmutende Regeln wie Abseits oder Freistöße gibt es hier nicht, stattdessen ist das Konzept denkbar simpel: An quer über der Spielfläche befestigten drehbaren Stangen sind die Fußballspielerfiguren angebracht, die je nach Modell aus Holz, Plastik oder Metall gefertigt sind. Jedes Team besteht aus elf Mini-Spielern, deren Anordnung dem echten Fußball nachempfunden ist. Durch jeweils vier Griffstangen an den Längsseiten des Tisches können sie hin- und herbewegt und gedreht werden. Ziel des Spiels ist es, welch Überraschung, eine bestimmte Anzahl von Toren in das gegnerische Tor zu schießen.

KickerIn dieser Kneipe wird kräftig gekickert.

Angriff ist die beste Verteidigung

Normalerweise bestehen die Teams aus jeweils zwei Spielern, von denen also jeder zwei Stangen bedient. Wenn nicht genug Freiwillige vorhanden sind, kann zur Not auch zu zweit gekickert werden, jedoch ist das manchen etwas zu stressig, da je nach Spielgeschwindigkeit sehr oft zwischen Angriffs- und Verteidigungsposition hin- und hergesprungen werden muss – und zwar im buchstäblichen Sinne.

Kickertische können sich in Material, Form, Farbe, Größe und Gewicht mitunter stark voneinander unterscheiden. Die genauen Maße hängen unter anderem davon ab, ob es sich dabei um einen Heimkickertisch handelt, einen für Kneipen, Turniere oder Kinder. Durchschnittlich sind sie jedoch zwischen 135 cm bis 145 cm lang, 70 bis 80 cm breit und etwa 80 und 90 cm hoch. Die Tische können bis zu 150 kg wiegen.

Wer braucht schon Regeln?

In Turnieren gibt es zwar schon eine ganze Reihe von konkreten Regeln, Vorgaben und Verboten, die für ein faires Spiel zu beachten sind, allerdings unterscheiden die sich erstens von einem Kickerverband zum anderen und finden zweitens bei den meisten Kickerspielern in der nächsten Eckkneipe eher wenig Beachtung. So ist es beispielsweise in Turnieren nicht erlaubt, die Figuren beim Schuss um mehr als 360 Grad zu drehen – eine Praktik, die man gerade unter Kicker-Laien ziemlich oft beobachten kann.

Tischfußball macht einfach Spaß und hat einen großen Vorteil: Auch Anfänger kriegen den sprichwörtlichen Dreh schnell raus und können spielen, ohne dabei trotz Mangel an Übung und Talent völlig entmutigt zu werden. Ein anderer großer Pluspunkt ist natürlich, dass man in Teams spielen kann (oder sogar sollte) und dass Langeweile nie eine Gefahr darstellt: Die Mitspielenden müssen zu jedem Zeitpunkt aufmerksam und einsatzbereit sein, eine gute Reaktionsfähigkeit zeigen und sollten sich nach Möglichkeit von nichts ablenken lassen.

Platz 1: Poolbillard

Billard – Kurzer Abriss der Geschichte

Die meisten Theoretiker, die versucht haben, die Ursprünge des Billardspiels zu ergründen sind sich zumindest über eines einig: Es scheint geschichtlich eng verknüpft mit anderen Ballspielen wie Cricket, Croquet und Golf zu sein. Unklar ist, ob es eher im französischen oder englischem Raum entstand. Hinweise deuten darauf hin, dass bereits im 13. Jahrhundert Billard-ähnliche Ballspiele gespielt wurden, allerdings draußen und auf freiem Feld. Da die Herrschaften aber natürlich auch bei Wind und Wetter spielen wollten, verlegten sie ihr Spiel irgendwann nach drinnen, und – möglicherweise um Rückenschmerzen vorzubeugen – schließlich auf einen Tisch.
Poolbillard

Im 16. Jahrhundert brachte es Billard, das unser heutigen Form nun immer ähnlicher wurde, zu großer Beliebtheit und gehörte in vielen europäischen Königshäusern zum guten Ton. Die schottische Königin Maria Stuart, der französische König Karl IX. und andere hochwohlgeborene Persönlichkeiten waren Überlieferungen zufolge Billardkenner. Im selben Jahrhundert wurde das Spiel von den Spaniern außerdem nach Amerika gebracht. Billard entwickelte sich immer weiter, nahm an Popularität zu, immer neue Untervarianten bildeten sich heraus, und mit zunehmender Industrialisierung wurde an den Details gefeilt, verschiedene Material für Tisch, Banden und Queuespitze wurden ausprobiert und das Billardspiel wurde immer mehr perfektioniert. Bereits im 19. Jahrhundert wurden öffentliche Turniere ausgetragen, die besonders in England und Amerika tausende von Zuschauern anlockten. Die erste US-Pool-Meisterschaft fand 1878 in New York statt. Im letzten Jahrhundert nahm die Popularität von Billard immer mehr zu, besonders nun auch in Asien und Osteuropa. Heutzutage ist das Spiel mit seinen verschiedenen Varianten auf allen Teilen der Erde gleichermaßen bekannt und beliebt.

Auf den ersten Platz unserer Liste der besten Kneipenspiele hat es Poolbillard geschafft: Ein Spiel, das selbst über mehrere Jahrhunderte nichts an Popularität eingebüßt hat und in den Kneipen bei jüngeren wie auch älteren Generationen gleichermaßen beliebt ist. Es bietet die perfekte Mischung aus Spaß, Spannung und Unterhaltung, ohne dabei zu stressig zu sein – es erlaubt, zwischendurch gern auch mal ein Bier zu trinken und einen kleinen Plausch zu halten. Die Spieler allein entscheiden über die Geschwindigkeit des Spiels und können so selbst regulieren, ob sie schnell, ernsthaft und konzentriert spielen möchten oder eher am Rande, sozusagen als nette Nebenbeschäftigung, während das Hauptaugenmerk auf der Geselligkeit und Unterhaltung mit den Freunden liegt.

Billard ist nicht gleich Billard

Obwohl Poolbillard in der Umgangssprache meistens einfach Billard genannt wird, müssen die zwei Bezeichnungen bei näherem Hinschauen voneinander unterschieden werden. Billard ist gewissermaßen der Überbegriff, der eine Vielzahl von Varianten umfasst, die sich untereinander nicht nur was die Regeln betrifft unterscheiden, sondern sie werden auch auf verschiedenen Tischen und mit anderen Kugeln gespielt. Es werden bis zu 35 verschiedene Billard-Spielarten unterschieden, zu den bekanntesten gehören neben Pool auch Snooker, Carambolage und Kegelbillard.

Worum geht es beim Poolbillard? Auch hier gibt es wieder unterschiedliche Varianten, die sich im Ablauf und in Details wie der Handhabung bei Fouls, bei Taktiken und zum Teil auch bei der Anzahl der Kugeln, mit denen gespielt wird, unterscheiden.

Die bekannte Variante

Die Poolbillardvariante, die bei Amateuren besonders beliebt ist und die dementsprechend auch mit Abstand am meisten in den Kneipen und Billardhallen gespielt wird, nennt sich 8-Ball. Sie wird mit allen 15 Objektbällen und einem Spielball gespielt. Wahrscheinlich kennt jeder die Bezeichnungen „die Vollen“ (für die Kugeln 1 bis 7, die komplett farbig sind) und „die Halben“ (für die Kugeln 9 bis 15, die nur zum Teil farbig sind, der Rest ist weiß).

Zusätzlich dazu gibt es die schwarze 8, die eine besondere Rolle einnimmt und sowohl zum Sieg führen kann, bei unabsichtlichem Einlochen zum falschen Zeitpunkt oder in die falsche Tasche, den dafür Verantwortlichen jedoch verlieren lässt und das Spiel vorzeitig beendet. Als letztes findet sich bei allen Poolvarianten noch die weiße Kugel. Sie wird genutzt, um die farbigen Objektbälle in die Taschen einzulochen, indem sie als einzige Kugel mit dem sogenannten Queue angespielt wird und dann wiederum die anderen Kugeln anstößt.

Beim 8-Ball geht es darum, zunächst die eigene Farbgruppe komplett zu lochen und danach die schwarze 8 korrekt zu versenken. Es kann entweder nur zu zweit oder auch in zwei Teams gegeneinander gespielt werden. Die Spieler bzw. Teams sind abwechselnd an der Reihe, und zwar jeweils so lange, bis bei einem Stoß keine Kugel den Regeln gemäß eingelocht wurde.

BillardspielSchon Louis XIV. spielte Billard.

Frag den Sonnenkönig!

Was macht Poolbillard nun zum besten Kneipenspiel überhaupt? Es macht ganz einfach Spaß, ob für den Anfänger oder Profi, und bietet jede Menge Flexibilität – nicht nur, was die Spielart und -regeln betrifft sondern vor allem auch das Spieltempo und die Ernsthaftigkeit des jeweiligen Duells. Das Spiel ist gleichzeitig spannend und entspannend – und dass es dazu auch noch so wunderbar stilvoll ist, wusste schon der Sonnenkönig, Ludwig XIV., der bereits Ende des 17. Jahrhunderts im Schloss Versailles Billard spielte!

Zum Abschluss

Trotz aller Unterschiede haben die Kneipenspiele eines gemeinsam: Vorrangig soll es darum gehen, einen lustigen Abend mit seinen Freunden zu verbringen, im Verlaufe dessen natürlich auch ein paar Biere oder andere Erfrischungsgetränke fließen dürfen. Ob man nun das eine Spiel mehr mag als das andere, ist schlussendlich wohl Geschmackssache. Fakt ist aber, dass sämtliche Spiele von unserer Liste viel Spaß bringen und wer noch nicht alle kennt, sollte seine Wissenslücken möglichst bald schließen!

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